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Forschung

Per Gentest zum Wald der Zukunft

Baumbestand
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
26.03.2018

Bäume wachsen von Natur aus langsam. Ihre Standorteignung seht erst nach Jahren fest. Verfahren zur Prüfung der genetischen Herkunft könnten deshalb wachsende Bedeutung erlangen.

Gentests bei Forstpflanzen können in Zukunft entscheidend zum Aufbau dauerhaft stabiler und vitaler Wälder beitragen – gerade in Zeiten des Klimawandels. Die unterschiedlichen Erbanlagen der Waldbäume beeinflussen nicht nur ihr Wuchsverhalten und ihre Widerstandskraft, sondern auch ihre Anpassungsfähigkeit an Umweltbedingungen.

So sind etwa Fichten aus dem Flachland für Gebirgslagen ungeeignet, weil sie bei Schnee leicht brechen. Umso wichtiger ist es laut, nur Saat- und Pflanzgut zu verwenden, das an die örtlichen Klima- und Bodenverhältnisse git angepasst ist. Weil das aber in der Natur wegen des langsamen Wachstums der Bäume oft erst nach Jahrzehnten erkennbar ist, könnten Verfahren zur Prüfung der genetischen Herkunft wachsende Bedeutung erlangen.

Daran arbeitet der Zertifizierungsring. In ihm sind 32 private und staatliche Saat- und Pflanzenbetriebe zusammengeschlossen. Mit Hilfe von auf Genmarker gestützten Analysemethoden lässt sich die Herkunft jeder Pflanze bis zum Ausgangsbestand zurückverfolgen. Der dadurch mögliche „Vaterschaftstest“ bietet ein hohes Maß an Herkunftssicherheit.

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