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Wahlkampf

Die Themen sind unausgeglichen

Forst
Ein forstpolitischer Kommentar des Bayerischen Waldbesitzerverbandes
am
27.07.2017

München - Langsam, aber sicher nimmt der Wahlkampf zur Bundestagswahl Fahrt auf. Die Parteien positionieren sich zu allen wichtigen Themen.

Ständig werden wir in den Medien mit Informationen zu Nordafrika, Auseinandersetzungen mit anderen EU-Staaten im Hinblick auf Zuwanderung, Dieselprobleme und Automobilherstellerabsprachen konfrontiert. All diese Dinge scheinen für die Wählerinnen und Wähler zur Bundestagswahl von besonderer Bedeutung zu sein. Bedauerlicherweise werden die Themen, die die Wählerinnen und Wähler in den ländlichen Räumen besonders beschäftigen, nicht behandelt.

Es bleibt zu hoffen, dass diejenigen, die das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler gewinnen wollen, rechtzeitig vor der Wahl erkennen, dass die Bedürfnisse der Wähler für den Wahltag wichtig sind. Wichtig ist aber auch, dass Sie, liebe Leserin und Leser, auf die Kandidaten zugehen und ihnen erklären, warum es besondere Anforderungen im ländlichen Raum und für den Wald gibt. Dies ist kein Egoismus, sondern am Ende des Tages gelebter Klimaschutz und Umweltschutz. Nutzen Sie diese Chance.

Dessen ungeachtet ist weiterhin eine konsequente Bekämpfung derBorkenkäfer nötig. Zwar waren in den letzten Tagen in weiten Teilen Bayerns die Niederschläge ausreichend und auch die Temperaturen sind stark gefallen. Dennoch besteht die Sorge, dass jetzt die Voraussetzungen für einen erheblichen Käferbefall im Herbst geschaffen werden. Deshalb bitten wir Sie, bei der Käferbekämpfung nicht nachzulassen. Gehen Sie raus in die Bestände und kontrollieren Sie sie auf Käferbefall. Vergessen Sie dabei nicht frische Resthölzer und Kronenmaterial aufzuarbeiten. Denn auch dieses liegende, bruttaugliche Material können Buchdrucker und Kupferstecher nutzen.

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