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Hilfsmaßnahmen

Unwetterschäden: Holz erst verkaufen, dann aufarbeiten

pd
am
07.09.2017

Regen - Strumgeschädigte Waldbauern haben bereits erste Unterstützung erhalten. Staatliche Förster stehen ihnen zur Verfügung.

Das vom bayerischen Kabinett beschlossene Hilfspaket für Waldbesitzer zeigt bereits erste Wirkung vor Ort. So teilt das Regener Landwirtschaftsamt mit, dass die staatlichen Förster Ralf-Christian Schmidl aus Eussenheim, Gerhard Specht aus Zusmarshausen und Josef Adam aus Greding den betroffenen Waldbesitzern als zusätzliche Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Schadholzbewältigung zur Verfügung stehen.

Die Forstverwaltung koordiniert zum Beispiel zusammen mit den betroffenen Grundstückseigentümern die Anlage von Holzlagerplätzen. Für Neubau und Instandsetzung von Wegen sowie für die Anlage von Holzlagerplätzen können staatliche Zuschüsse abgerufen werden. Um die Aufarbeitung und Holzabfuhr im Fluss zu halten, die Kosten für den Waldbesitz vertretbar zu gestalten und für die Zukunft über dieses Ereignis hinaus eine notwendige und brauchbare forstliche Infrastruktur zu schaffen, ist aber auch Solidarität unter den Grundstückseigentümern nötig. Es gilt, sich gegenseitig Zugang und Lagerflächen zur Verfügung zu stellen. Auf landwirtschaftlichen Flächen ist die Lagerung von Holz bis zur Aussaat der nächsten Ackerkultur auf jeden Fall förderunschädlich. Es genügt, die Lagerung mittels Formblatt dem AELF Regen mitzuteilen.

Von der Gewitterfront wurden alle Waldbesitzer in den Schadgebieten getroffen, unabhängig wie viel Wissen und Fertigkeiten sie über Wald und Waldwirtschaft haben. „Grundsätzlich ist ratsam, erst sein Holz verkauft oder in einem Vertragskontigent der Waldbesitzervereinigung zu haben und dann erst mit der Aufarbeitung zu beginnen – also keine Aufarbeitung, ohne zu wissen, wohin das Holz geht“, so der Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Freyung-Grafenau, Josef Höppler.

Bei Preisangeboten sollte geklärt werden, für welche Sortimente die Preise gelten und der Waldbesitzer sollte eine Vorstellung haben, welche Sortimente in ungefähr welcher Relation bei ihm in seiner Schadenssituation anfallen. Wichtig ist auch zu klären, nach welchem Maß der Holzverkauf und die Aufarbeitung in Abhängigkeit der konkreten Schadsituation vor Ort abgerechnet werden können und wie dieses Maß bestimmt werden kann.

Die Waldbesitzer sollten sich professionelle Ansprechpartner suchen, um den Einschlag auf der Fläche richtig vorzubereiten, zu klären, wo die Maschinen fahren dürfen, ob Überfahrtsrechte eingeholt werden müssen oder in die Grenzverläufe eingewiesen werden muss. Es sollte vorher feststehen, wo Holz gelagert werden darf und wo der Holz-LKW abfahren kann. Entscheidend ist auch, wie der Geldfluss im Zuge der Schadholzaufarbeitung abläuft.

Ansprechpartner vor Ort

Als Ansprechpartner stehen in den drei hauptbetroffenen Gemeinden Waldkirchen, Jandelsbrunn und Neureichenau folgende Förster den Waldbesitzern zur Verfügung:

Stadt Waldkirchen: Ralf-Christian Schmidl (Tel.: 0175-5393533), für die Gemarkungen Waldkirchen, Ratzing, Oberfrauenwald und Unterhöhenstetten.

Johannes Riepl (0173-5716931) für die übrigen Gemarkungen der Stadt Waldkirchen und für die Stadt Freyung mit den Gemarkungen Freyung, Harsdorf, Kumreut, Ort, Wolfstein, Markt Röhrnbach.

Gemeinde Jandelsbrunn: Gerhard Specht (0172-8465137) für die ganze Gemeinde Jandelsbrunn (Gemarkungen Haindlschlag, Jandelsbrunn und Hintereben) der Ansprechpartner und unter der Nummer erreichbar.

Gemeinde Neureichenau: Josef Adam (0162-4376957) für die Gemarkungen Neureichenau, Altreichenau, Klafferstraß, Lackenhäuser und Gsenget.

Otmar Eckert (0175-7251636) für die Neureichenauer Gemarkung Frauenberg und die übrigen Flächen im Forstrevier Neureichenau (Gemeinden Grainet, Haidmühle, Hinterschmiding und Philippsreut und die gemeindefreien Gebiete Frauenberger Wald, Graineter Wald, Leopoldsreuter Wald, Philippsreuter Wald, Pleckensteiner Wald und Schlichtenberger Wald). Weiterhin ist der Förster Simon Hackl (0175- 7251637) eingesetzt.

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