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Bundestagswahl

Waldbesitzer brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen

Wald Regierung
Bayerischer Waldbesitzerverband
am
22.02.2018

Nach fünf Monaten kann immer noch niemand vorhersagen, ob Deutschland eine das Wahlergebnis spiegelnde Bundesregierung bekommen wird.

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Am 24. September 2017 war Bundestagswahl. Am 24. Februar 2018, also fünf Monate später, kann niemand vorhersagen, ob Deutschland eine das Wahlergebnis spiegelnde Bundesregierung bekommen wird. Einerseits ist es erfreulich, dass wir in Deutschland so stabile Verhältnisse haben, dass diese fünf Monate nicht zu erheblichen Schäden führen.

Andererseits ist es schade, sehen zu müssen, wie wenig Interesse bei den Gewählten zur zügigen Bildung einer neuen Regierung besteht. Die schnelle und reibungslose Erhöhung der Diäten im neu gewählten Bundestag zeigt, wie einig und schnell die Abgeordneten in den Bereichen sein können, die sie interessieren.

Der Koalitionsvertrag, der möglicherweise Basis für die Arbeit der neuen Bundesregierung sein wird, enthält zu der Rolle eines Drittels der Landesfläche bei Arbeitsplatzsicherung, Rohstoffversorgung und Klimaschutz keine Aussagen, mit denen Waldbesitzer etwas anfangen können. Hier hat man – zugegeben nach der Wahl – eine Gruppe von deutschlandweit über 2 Millionen und bayernweit über 600.000 Waldbesitzern (zur Erinnerung: Bei der SPD entscheiden jetzt knapp 450.000 Mitglieder hoffentlich ohne Hund über den Koalitionsvertrag) außen vor gelassen.

Dabei ist für die Waldbesitzerinnen und -besitzer nur wichtig, dass sie verlässliche politische Rahmenbedingungen erhalten, die Eigenverantwortung über ihr Eigentum weiterhin – wie seit Generationen – wahrnehmen können und von der Gesellschaft Hilfe bei den Problemen erhalten, die durch den Klimawandel ausgelöst werden. Es wäre nicht so schwierig – nach Wahlen scheint es aber niemanden zu interessieren.

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