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Fachmesse

Agritechnica - Spiegel der Technik der Zukunft

Feldroboter
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Helmut Süß, Wochenblatt
am
09.11.2017

Die Agritechnica rühmt sich als der internationale Innovationsmotor. Zugleich ist sie aber auch ein Ort des fachkundigen Austausches der Landwirte und Hersteller.

Hier bekommt man eine Landwirtschaft der Zukunft in aller Vielfalt gezeigt. Aber halten denn die angekündigten Technikinnovationen, was sie versprechen? Welcher Trend ist wirklich sinnvoll? Inwieweit tragen technische Neuheiten zur Verbesserung der Situation in der Landwirtschaft bei?

Zumindest scheint der Gigantismus gestoppt. Es geht nicht mehr nur um Schlagkraft, sondern auch um Nachhaltigkeit. Die Landbewirtschaftung soll effizienter werden. Dabei wird auch das Thema Ressourceneffizienz langfristig immer wichtiger.

Viele Techniken können zu Einsparungen führen, wie etwa mit Smart bzw. Precision Farming: Die Landmaschinen werden mittels Computer und Elektronik effizienter. Hier sollen beachtliche Kostenreduzierungen und/oder Ertragssteigerungen möglich sein. Zentimetergenaue Navigation, sensorgestützte Datenerfassung und vollautomatische Produktionsabläufe: Sieht so die (un)mittelbare Zukunft in der Landwirtschaft aus?

Auch das Thema Elektrifizierung und Robotik wird in Hannover in vielen Lösungsansätzen und mehr oder weniger praxisreifen Angeboten präsentiert. Doch letztendlich entscheidet der Landwirt, welche Maschinen und Geräte für seinen Betrieb zukünftig passend sind. Der präsentierte technische Fortschritt sollte kein Selbstzweck sein, sondern nutzerorientiert.

Aber die intelligente Technik kostet Geld – wann rechnet sich das für den einen oder anderen Landwirt, fragen sich nicht nur die kleineren Betriebe. Dazu passen auch kritische Stimmen, die auf der letzten Agritechnica zu hören waren: „Für eine kleinstrukturierte Landwirtschaft wird es immer schwieriger, passende Geräte zu einem vernünftigen Preis zu finden.“

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