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Schlepperkauf

Erst informieren, dann entscheiden

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Helmut Süß, Wochenblatt
am
19.08.2016

München - Wer vor dem Kauf eines Schleppers steht, egal ob ein neues oder gebrauchtes Modell infrage kommt, sollte zunächst seine betriebsindividuellen und auch technischen Entscheidungsgründe genau analysieren.

Helmut Süss

Welche Arbeiten sind mit dem Traktor geplant? Passt die PS-Leistung noch in meine betriebliche Planung? Oder wie zum Beispiel waren meine Erfahrungen – gute oder schlechte – mit dem aktuellen Schlepper meiner „Hausmarke“. Auch die Service-Erfahrungen mit der Werkstatt bzw. den Mechanikern sind für viele kaufentscheidend oder auch ein Preisangebot für die Rücknahme des gebrauchten Schleppers.

Also bevor Sie in einen Schlepper investieren, sollten Sie sich umfassend informieren. Berufskollegen fragen, Fachzeitschriften lesen, Anzeigen und Berichte vergleichen und im Internet Firmenseiten und die digitalen Marktplätze wie die „Technikboerse“ besuchen. In der Entscheidungsphase kristallisieren sich vielleicht nicht nur die Marke, Modell und PS-Leistung heraus, sondern auch letztendlich die Frage, ob neu oder gebraucht. Klar, der günstigere Preis ist das Hauptargument für einen Gebrauchten, aber bei einer Neumaschine haben Sie die modernste Technik mit an Bord. So kann eine geplante Auslastung und das Spurführungssystem oder die ISOBUS-Terminal-Ausstattung des neuen Schleppers die Entscheidung mitbestimmen. Außerdem gibt es von manchen Traktormarken für junge Gebrauchte eine Herstellergarantie. Das vermindert das Reparatur- und Kostenrisiko doch deutlich.

Hilfreich können hierzu auch unsere Tipps zum Schlepperkauf sein. Wer noch tiefer in den technischen Bereich einsteigen und vergleichen will, für den bieten wir im Heft 39 wieder den Schleppervergleichstest an. Und schließlich sollte jeder Praktiker seine Traktorwahl nicht vor einer ausgiebigen Probefahrt treffen.

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