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Fährt jetzt der ISOBUS endlich?

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Helmut Süß, Wochenblatt
am
20.10.2016

München - Mit frei verfügbaren GPS-Daten begann vor mehr als 20 Jahren in der Landwirtschaft die Ära der Digitalisierung.

Helmut Süss

Mit frei verfügbaren GPS-Daten begann vor mehr als 20 Jahren in der Landwirtscha die Ära der Digitalisierung. Zuvor war es eher der elektrische Schalter, der das Arbeiten mit Traktoren und Maschinen erleichtern sollte. Mit digitalen Koordinaten entstand eine neue Ebene an Informationen. So mancher Landwirt begegnete der Neuerung noch reserviert. Aber Spurführungssysteme haben sich etabliert und sind in der Praxis angekommen. Das Angebot an Sensor- und satellitengestützten Verfahren ist groß.

Ebenso bieten immer mehr Firmen Lösungsansätze im Bereich Vernetzung von Ackerschlagkarteien und oft internetbasierte Software mit den betriebswirtschalichen Daten für erfolgreichen Ackerbau. Doch wie so oft bei Innovationen verlief die Entwicklung zunächst in oft firmenspezischen Einzelprojekten bzw. Insellösungen. Und in der gelebten Praxis gab es und gibt es immer noch Abstimmungsprobleme. Inzwischen sind die beteiligten Unternehmen offener für Zusammenarbeit. Denn alle haben das gemeinsame Ziel: Die Betriebe sollen mit moderner Technologie effizienter wirtschaften können. Dazu gehören genormte und funktionierende ISOBUS-Schnittstellen.

ISOBUS normiert hauptsächlich die Kommunikation zwischen Traktoren und Anbaugeräten, aber auch den Datenaustausch zwischen mobilen Systemen und Betriebsführungsprogrammen. Hier ist Kompatibilität oberstes Ziel, das sich auch die AEF (Agricultural Industry Electronics Foundation) als Hauptaufgabe gestellt hat. Dieser weltweite „Runde Tisch“ der Landmaschinenbranche will die ISOBUS-Technologie fördern. Dazu veranstaltet die AEF unter anderem regelmäßig Plugfeste, um herstellerunabhängig zu testen, ob zusammenpasst, was einmal auf dem Acker zusammenarbeiten soll: Ein Schlepper A mit jedem beliebigen Anbaugerät B oder C per ISOBUS-Steckdose.

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