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Berglandwirtschaft

Im Frühtau zu Berge ...

Futter bergen am Berg
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Helmut Süß, Wochenblatt
am
01.06.2017

München - Die Ernte im alpinen Raum stellt extreme Anforderungen und Mensch und Maschine.

Helmut Süss

Der alpine Raum ist eine herrliche Traumkulisse mit zwei Seiten: Zum einen grasende Rinder mit Kuhglocken, im Hintergrund die Berge und der Wanderweg zur nächsten, hoffentlich noch bewirtschafteten Alm ist gut begehbar und es duftet nach frisch gemähtem Gras bei herrlichstem Kaiserwetter.

Doch es ist gleichzeitig auch Heuwetter und die Almbauern müssen diese Schönwetterphasen für die Grünfutterernte ausnutzen, denn sie brauchen hochwertiges Futter. Insbesondere bei den Milchkühen. Aber wie erreicht man gutes Heu bzw. Silage in den Bergen? Auch hier ist eine gute Arbeitsqualität das A und O: Angefangen beim Mähen, Schwaden, Bergen bis zum Pressen oder zum Verdichten im Silo. Die jeweilige Hangneigung entscheidet bzw. begrenzt aber den Einsatz der Maschinen und Geräte – insgesamt also eine sehr mühevolle Arbeit mit viel Handeinsatz. Volle Hochachtung für die Almbauern/bäuerinnen, deren Leistung mehr honoriert gehört. Wenn Zugmaschinen zum Einsatz kommen, kann es aufgrund der Hangneigung zu Narbenschäden kommen. Zudem spielt bei der Futterernte in bergigen Regionen die richtige Geräteeinstellung eine noch wesentlichere Rolle, um den Verschmutzungsgrad zu minimieren. Bei der Heu- oder Silageernte muss natürlich das Wetter passen, bloß darauf hat man keinen Einfluss. Und um das Wetterrisiko zu minimieren, bieten die Landtechnikhersteller auch für die Hanglagen schlagkräftige und angepasste Bergetechnik für extreme Verhältnisse an für gehaltvolles Futter. Das wiederum leistet einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Almbauern. Andererseits ist eine schöne, gepflegte Kulturlandschaft die Grundlage für attraktiven Fremdenverkehr und zufriedene Urlaubsgäste, die vielleicht auch noch Urlaub auf dem Bauernhof machen und so für zusätzliche Erlöse sorgen.

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