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Landtechnik

Maschine des Jahres ausgezeichnet

Maschine des Jahres Sieger
"Alexander Brockmann, Dieter Dänzer, Julia Eder, Bernd Feuerborn, Thomas Göggerle, Johannes Hädike, Andreas Holzhammer, Lena Kampschulte, Cord Leymann, Frederik Masur, Markus Messerer, Jörg Rath-Kampe, Helmut Süß"
am
30.11.2017

Über 30 Technikredakteure des dlv und Partner aus acht Nationen kürten die Maschinen des Jahres 2018. Außerdem wählten über 100.000 User den Publikumspreis.

Die begehrte dlv-Auszeichnung Maschine des Jahres wurde bereits zum elften Mal auf der Agritechnica vergeben. Auch der Publikumspreis wurde wie bei der Premiere vor zwei Jahren wieder sehr angenommen. 17 Technikredakteure vom dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag und ebenfalls 17 internationale Fachredakteure von Partnerverlagen bildeten die Jury. Beim Publikumspreis jedoch konnte wieder jeder mitmachen und abstimmen.

Publikumspreis

Auf der Internetseite www.maschinedesjahres.de konnten Sie, liebe Leser, vier Wochen für Ihre Maschine des Jahres stimmen. Diese Chance haben viele genutzt: 48 Maschinen standen zur Auswahl, 450 000-mal wurden die Seiten maschinedesjahres. de und machineoftheyear.eu aufgerufen und 50 000-mal wurde abgestimmt.

Der Gewinner ist der Mähdrescher Ideal von Agco. Ihn gibt es sowohl unter der Marke Fendt als auch unter der Marke Massey Ferguson. Egal, welches Logo sie trägt – die Maschine bleibt graphitgrau. Aber nicht nur die Farbe am Ideal ist außergewöhnlich, sondern auch seine inneren Werte. Das Schneidwerk kuppelt alle Verbindungen automatisch. Mit dem längsten Rotor am Markt (er misst 4,84 m) und einem Korntank mit 17 100 l sowie einer Abtankgeschwindigkeit von 210 l pro Sekunde sichert er sich Rekordwerte. Das überzeugte Sie als unsere Leser und User.

Traktor XXL

Gewinner in der Kategorie Traktor XXL ist Fendt 900 Vario MT: Das vom 1000 Vario bekannte Niedrigdrehzahlkonzept und das bewährte Vario-Getriebe kombiniert der 900 Vario MT mit einem für Raupentraktoren neuartigen Federungskonzept: Die drei mittleren Laufrollen sind über eine Pendelaufhängung im Laufwerksrahmen verbunden. So passen sie sich optimal den Bodenkonturen an, erhöhen die Aufstandsfläche und verteilen das Gewicht gleichmäßiger.

Großtraktor

Der Claas Axion 900 setzte sich bei den Großtraktoren durch: Wo eine Maschine für die harten Einsätze gebraucht wird, da ist der Großtraktor gefragt. Zu den Besonderheiten der neuen Claas Axion 900-Baureihe gehören unter anderem stärkere Motoren mit Niedrigdrehzahlkonzept und bis zu 445 PS Leistung, die optimierte Cmatic-Getriebesteuerung und zwei Ausstattungsvarianten: entweder mit 12-Zoll-Cebis-Terminal und Cmotion-Multifunktionsgriff oder als CIS+ mit Multifunktionsarmlehne und 7-Zoll-Monitor. Alle Axion 900 sind serienmäßig mit Telematics für den Fernzugriff ausgestattet..

Obere Mittelklasse

Maschine des Jahres 2018 in der oberen Mittelklasse bei Traktoren wurde die Valtra T-Serie: Die vierte Generation der T-Serie kommt mit modernen Motoren von Agco Power mit Maximalleistungen von bis zu 271 PS. Besonders ist die neue Bedienarmlehne SmartTouch mit Multifunktionshebel und intuitiven 9 Zoll großem Touchdisplay. Die Armlehne gibt es sowohl für die Versu-Modelle mit 5-Fach-Lastschaltgetriebe als auch für die Direct-CVT-Maschinen mit dem Valtra-eigenen Stufenlosgetriebe.

Mittelklasse

In der Mittelklasse ging die begehrte Auszeichnung an Case IH, Steyr und New Holland: Die Modelle Case Maxxum Multicontroller ActiveDrive 8, Steyr Profi S-Control 8 und New Holland T6 DynamicCommand stammen aus der CNH-Gruppe und beruhen auf derselben Traktorplattform. Das im eigenen Haus entwickelte 8-Fach-Lastschaltgetriebe mit drei Gruppen hat die Jury überzeugt. Die Getriebesteuerung schaltet auf dem Acker acht Gänge automatisch. Im Transport auf der Straße wechseln sogar 16 Gänge der mittleren und oberen Gruppe von alleine. Um anzuhalten und wieder anzufahren, muss der Fahrer lediglich die Bremse treten und wieder loslassen.

Kompakttraktor

Die John Deere Serie 5R ist kompakt und vielseitig und preiswürdig: Denn die Traktoren der Serie 5R sind auf die jeweiligen Anforderungen von kleinen und mittleren Ackerbau- und Milchviehbetrieben abgestimmt. Sie bieten Kompaktheit, Leistung und einen erhöhten Grad an Komfort, wie man ihn sonst nur aus höheren Leistungsklassen kennt. Der geschwungene Rahmen und der kurze Radstand sorgen für gute Wendigkeit, vorteilhaft vor allem bei Frontladerarbeiten.

Mähdrescher

Fachjury und Leser sind sich einig und stimmten für den Mähdrescher Ideal von Agco Fendt/Massey Ferguson: Neben dem Publikumspreis hat sich der Großmähdrescher Ideal auch den Kategoriesieg gesichert und unsere Technikredakteure überzeugt. Längster Rotor, doppelte Rücklaufböden aus Kunststoff, Schallsensoren, um den Gutfluss zu überwachen, und 910-mm-breite Laufbänder sind nur einige Highlights der komplett neu entwickelten Maschine. Gratulation an Agco Fendt/ Massey Ferguson für den Ideal zur Maschine des Jahres in der Kategorie Mähdrescher sowie beim Publikumspreis.

Häcksler

Krone Big X 680, 780 und 880, diese Baureihe setzte sich bei den Häckslern durch: Es werden drei Modelle mit bis zu 898 PS Motorleistung angeboten. Die Kabine mit neuer Bedienarmlehne und Touch-Display verfügt über einen einzigartigen Kabinenlift. Eine verbesserte Vorpressung und das Schnittlängengetriebe VariLoc sorgen für exaktes Häckseln und erlauben einen größeren Häcksellängenbereich ohne Umbau der Trommel. Es gibt fünf verschiedene Aufbereiter für Mais. Der Umbau von Gras auf Mais ist schnell möglich. Die neue Krone BiG-X-Serie ist eine konsequente Weiterentwicklung der Häcksler aus Spelle.

Hackfruchternte

Für die Fachjury war nicht nur die hohe Ernteleistung des Grimme Ventor 4150 für die Auszeichnung ausschlaggebend: Das bewährte SE-Prinzip gibt es jetzt auch in einem vierreihigen, selbstfahrenden Kartoffelroder. Möglich wurde dies durch die Teilung des Gutstroms in Verbindung mit einem beidseitigen Klappmechanismus der Trenngeräte. Spurversetztes Fahren sorgt für bodenschonendes Roden. Eine neuartige Verschränkung macht eine gleichbleibende Übergabe vom ersten auf das zweite Siebband möglich. Mit dem ErgoDrive-Bedienkonzept und Videoüberwachungssystem hat der Fahrer alles unter Kontrolle.

Bodenbearbeitung

Eine Scheibe mit Kreuzschnitt, so könnte man die nun prämierte Väderstad Carrier mit Crosscutter Disk beschreiben: Gerade bei Rapsstoppeln und beim Mulchen von Green­ingbeständen trumpft die Crosscutter-Disk auf. Sie ermöglicht eine flache Bearbeitung auch bei hohen Zwischenfruchtbeständen. Diese werden klein geschnitten und gut mit dem Boden vermischt. Hohe Fahrgeschwindigkeiten bis 20 km/h versprechen auch bei kleinen Arbeitsbreiten hohe Schlagkraft.

Drilltechnik

Mehr Raum für die Pflanze ermöglicht die Lemken Azurit mit DeltaRow und erhält die Auszeichnung Maschine des Jahres 2018 im Bereich Drilltechnik: Zwei synchron laufende Lochscheiben vereinzeln das Saatgut und legen es in Doppelreihen in einem Dreiecksverband ab. Das bringt 70 % mehr Standraum für die Pflanzen. Durch das Wegschalten einer Doppelreihe bei gleichzeitiger Verdopplung in der anderen Reihe lassen sich auch breite Fahrgassen ohne Reduzierung der Gesamtpflanzenzahl anlegen.

Bestandsführung

Die Maschine des Jahres 2018 in der der Kategorie Bestandsführung ist die Amazone UX 01 mit SwingStop Pro: Die aktive Schwingungstilgung SwingStop Pro verhindert das Pendeln des Spritzgestänges in Fahrtrichtung. Aktiv arbeitende Hydraulikzylinder gleichen diese Schwingungen aus. Jede Düse kann einzeln angesteuert werden – und das in nur zwei Meter pro Sekunde.
Dieses Verfahren spart Pflanzenschutzmittel und schont somit den Geldbeutel und die Umwelt, ein  überzeugendes Kriterium für die Fachjury.

Futterbergung

Ballen günstig binden mit der Kuhn FB P 3135 IntelliWrap: Sie greift gekonnt den Trend zur Folienbindung auf und entwickelt ihn weiter. Sie benutzt zwei herkömmliche 750-mm-Folien zur Bindung, kommt also ohne Spezialfolie aus. Die Folie wird mit 75 Prozent vorgestreckt. So lassen sich die Kosten der Folienbindung deutlich verringern, was einen echten Mehrwert für die Kunden bringt.

Futterwerbung

Bei der Futterwerbung immer die volle Breite auszuschöpfen bringt mehr Tagesleistung, daher geht der Preis in dieser Kategorie an Vicon Extra 7100 GeoMow: Um die gesamte Arbeitsbreite von 10,20 m immer komplett auszunutzen, hat Vicon das Mähwerk mit der intelligenten Steuerung GeoMow ausgestattet.
Dabei verschiebt sich die Heckeinheit und passt automatisch die Überlappung zwischen Front- und Heckmähwerk an. Dass damit eine um 10 % höhere tägliche Flächenleistung möglich ist, hat die Jury überzeugt. Denn hier ist eine hoher Nutzwert für die Praktiker zu erkennen.

Materialumschlag

Hier wurden die neue Claas Scorpion-Serie mit sieben Modellen und Hubkräften von 3,2 bis 5,6 t prämiert. Hubhöhen von 6 bis 9,75 m sind verfügbar. Auch Kooperationspartner Liebherr baut die bewährten Varipower-Getriebe ein, hat aber die Software weiterentwickelt. Fahrerassistenzsysteme sollen die Ladezyklen beschleunigen und das Bedienen in der neuen Kabine noch einfacher machen.

Sonderpreis

Mehr Komfort für Fahrer und Gerät ermöglich der hydraulische Oberlenker mit integrierter Dämpfung von Walterscheid und erhält dafür einen Sonderpreis: Denn er dämpft Stöße auf Straße und Feld ab und sorgt so für mehr Fahrstabilität. Ein in die Kolbenstange integrierter Dämpfer federt die Stöße vom Gerät auf den Traktor ab. Eine Anpassung der Dämpfung ist in der Regel nicht nötig, aber möglich.

Maschine des Jahres - die Preisträger

Fendt Ideal Mähdrescher
Fendt 900 Vario MT
Claas Axion
Valtra-T-Serie
Case Maxxum
Steyr Profi
New Holland T6
John Deere 5R
MF Ideal
Krone Big X
Grimme Ventor
Vicon GeoMow
Kuhn FBP 3135
Väderstad Carier
Lemken Azurit
Amazone Feldspritze
Claas Scorpio
Walterscheid
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