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Unkrautbekämpfung

Mechanische Alternative

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Helmut Süß, Wochenblatt
am
12.04.2017

München - Die Landtechnikhersteller bieten generell eine breite Palette zur Bodenbearbeitung und Unkrautbekämpfung an.

Helmut Süss

Mit der Diskussion um Glyphosat stellt sich die Frage, können pflanzenbauliche Problemstellungen wie die Bearbeitung von Mulchflächen mit Ausfallgetreide allein durch mechanische Bearbeitung gelöst werden– egal ob biologisch oder koventionell gewirtschaftet wird? Bekanntlich ist gegen Geräte aus Stahl noch kein Kraut gewachsen. Aber funktioniert das auch für eine sehr flache Bearbeitung von bis zu 5 cm? Neu sind hierbei entsprechende Vorwerkzeuge, wie verschiedene Messerwalzensysteme, zusätzliche Schneidelemente oder Kreiseleggen mit speziellen Zinkenformen. Und um die entsprechend richtige Geräteeinstellung zu erreichen, muss man schon vom Traktor absteigen und nachgraben, ob das geforderte Arbeitsergebnis auch stimmt. Da im Frühjahr oft das Bearbeitungszeitfenster sehr eng ist, müssen diese alternativen Werkzeuge entsprechende Schlagkraft besitzen, entweder über hohe Fahrgeschwindigkeiten oder große Arbeitsbreiten. Manche dieser neuen Kombigeräte können zudem auch für die Maisstoppelbearbeitung bzw. Zünslerbekämpfung ohne Probleme eingesetzt werden. So ergeben sich vielleicht weitere Einsatzspektren für diese mechanische Alternative. Mit Stahl statt mit Chemie kann auch das Image der Landwirte entscheidend positiv beeinflusst werden.

Zwischenfrüchte haben viele Vorteile: Sie sind u. a. die Basis für eine gute Bodenstruktur bzw. gegen Erosion sowie für den Humusaufbau und die Nährstoffverhältnisse können ausgeglichen werden. Wenn man sie vor der Hauptfrucht effektiv, rein mechanisch bearbeiten kann, dann sollten und könnten sie sich noch mehr etablieren. Blühende Zwischenfruchbestände bereichern in vielerei Hinsicht – auch das Bild der Landwirtschaft in der Gesellschaft!

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