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Agritechnica 2017

Weltneuheit - Wenn der Mischwagen selbst Futter holt

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
02.11.2017

Strautmann hat seinen selbstfahrenden Futtermischwagen Verti-Mix SF aufgerüstet. Mit dem Verti-Q können Betrieben völlig autonom Futter vorlegen.

Verti-Q – das steht für den Verti-Mix SF als Grundmaschine, gepaart mit einem intelligenten Steuerungssystem (IQ). Das System Verti-Q ergänzt den selbstfahrenden Futtermischwagen mit Hardware- und Softwarebausteinen, um alle Arbeitsprozesse autonom durchführen zu lassen. Dies reicht von der Futteraufnahme über den Transport bis
hin zum Mischen und gleichmäßigem Austragen im Stall.

Hierfür ist insbesondere ein hochgenaues GNSS (Global Navigation Satellite System) ausschlaggebend, mit dem zentimetergenau auf dem Hof und in den Siloanlagen rangiert werden kann.

Ein um die eigene Achse rotierender 2D-Laserscanner zur dreidimensionalen Umgebungserfassung berechnet zudem in den Siloanlagen die beste Position für die Anschnittsfläche.

Hinzu kommen noch diverse Sensoren, mit deren Hilfe verschiedene Maschinenparameter aufgenommen werden.

Die Berechnungen übernimmt ein leistungsstarker Industrie-Rechner, der die Daten aufnimmt, verarbeitet und die erforderlichen Prozessschritte definiert. Weiterhin werden die Arbeitsfunktionen der Maschine, wie die Entnahmefräse, die Mischschnecke oder auch der Futteraustrag über den Rechner mit angesteuert.

Während alle bisher am Markt befindlichen automatischen Fütterungssyteme ausschließlich autonom arbeiten, kann mit dem System Verti-Q auch konventionell, über den Fahrerstand gefüttert werden. Bei Arbeitsspitzen, wie z.B. in der Gras- oder Maisernte, kann somit flexibel und unabhängig gefahren und gefüttert werden. Der manuelle Betrieb ermöglicht somit auch die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr.

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