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Ernte 2018

Abreife von Mais - starke regionale Unterschiede

Maisfeld
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
30.07.2018

Die Silomaisbestände reifen derzeit zügig ab, dabei ist in Deutschland ein Nord-Süd-Gefälle zu erkennen.

Darauf weist das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) aktuell hin. Das DMK hat über sein Erntezeitprognosemodell MaisProg die Trockensubstanzgehalte in der Gesamtpflanze für Silomais in Deutschland bestimmt. Hierbei zeigte sich in den nördlichen Bundesländern bei frühen Sorten mit einem Aussaattermin Anfang Mai, dass die Bestände an der Küste TS-Gehalte zwischen 12 und 17 % aufweisen, im Landesinneren liegen die Werte bei nicht trockenheitsgeschädigtem Mais bei rund 20 %. Viele Bestände sind im Frühjahr auf Grund der nassen Witterung erst spät gesät worden. Die anhaltende Dürre führt in den mittleren und südlichen Teilen von Niedersachsen zu Minderwuchs, schlechter Befruchtung und einer teilweise Notreife von Maispflanzen.

In der weiteren Übersicht sind die TS-Gehalte auf Grundlage einer mittelfrühen Silomaissorte für die Mitte Deutschlands geschätzt worden. Es zeigt sich, dass in den von einer frühen Trockenheit geprägten Regionen wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und nördliches NRW die TS-Gehalte schon bis zu 25 % betragen, während die Mittelgebirge und weite Teile Nordhessens und Thüringens TS-Gehalte zwischen 13 und 20 % aufweisen. Mittelfrühe Sorten in Südhessen können schon TS-Gehalte bis rund 29 % aufweisen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in Baden-Württemberg und Bayern. Während mittelfrühe Sorten schon TS-Gehalte bis zu 29 % in den Regionen Rhein- und Donautal erreichen, ist der Abreifegrad der mittelspäten Sorten in diesem Bereich wesentlich geringer und erreicht höchstens 25 %. In den restlichen Regionen liegen die TS-Gehalte der mittelfrühen bzw. mittelspäten Sorten zwischen 13 und 22 %.

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