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Frosthilfeprogramm

Jetzt Anträge stellen

Ein Weingarten nach dem Frost im Frühjahr
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Sandra Schwägerl, Wochenblatt
am
18.10.2017

München - Ab sofort können die bayerischen Obstbauern und Winzer, denen die Fröste im April Ertragseinbußen beschert haben, finanziellen Ausgleich beantragen.

Die Anträge können bis zum 15. Dezember eingereicht werden, das hat Landwirtschaftsminster Helmut Brunner in München mitgeteilt. Obstbauern wenden sich hierfür an das örtlich zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Weinbauern an die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.

Die Antragsunterlagen sowie Detailinformationen gibt es auch im Internet unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser.


Dem Minister zufolge ist das Hilfsprogramm dreistufig angelegt: Ganz generell werden nachgewiesene Schäden bis zu maximal 50 Prozent ausgeglichen, der Höchstbetrag liegt bei 50 000 € (Stufe 1). In besonderen Härtefällen, bei denen die Schäden über 100 000 € betragen, die Fortführung des Betriebs bedroht ist und ein Darlehen aufgenommen werden muss, werden auch Schäden über 100 000 € zur Hälfte ersetzt (Stufe 2). Die Zuwendung ist hierbei auf 150 000 € pro Antragsteller begrenzt. Bei Betrieben, deren Existenz grundlegend gefährdet ist, kann der Entschädigungssatz auf bis zu 80 % erhöht werden (Stufe 3). Voraussetzung ist in allen Fällen, dass wegen des Frosts die Ernteerträge mindestens 30 % niedriger ausfallen als im mehrjährigen Schnitt der vorangegangenen Jahre.


Mitte April hatten, nach frühlingshaften Temperaturen und einer verfrühten Blüte, zwei Kältenächte mit deutlichen Minusgraden verheerende Schäden in den Obst- und Weinbaugebieten in Bayern angerichtet. Betroffen waren vor allem die Obstbauern und Winzer am Bodensee und in Fran-ken. Bei Obst gab es trotz weitreichender Vorkehrungen vielfach sogar Totalausfälle – beispielsweise bei Kirschen.

Mit Material von StMELF
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