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Kalamitäten

Ausrottung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in St. Georgen

aiz
am
16.01.2017

Linz - Im Jahr 2012 wurde bei amtlichen Kontrollen im Bereich um St. Georgen bei Obernberg (Bezirk Ried im Innkreis) das Auftreten des Asiatischen Laubholzbockkäfers nachgewiesen. "Nach sehr rigorosen Bekämpfungsmaßnahmen kam es in diesem Befallsgebiet zur erfolgreichen Ausrottung des Schädlings, es wurden in den vergangenen vier Jahren keine weiteren Spuren nachgewiesen", teilt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger mit. "Die Gefahr der Neueinschleppung besteht jedoch weiterhin. Die intensiven Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen des Landes Oberösterreich in den vergangenen 15 Jahren zeigen, dass die Forderung nach einer konsequenten und lückenlosen Importholzkontrolle zum Schutz unserer Umwelt nicht überzogen ist", so der Landesrat.

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist einer der gefährlichsten Laubholzschädlinge der Welt. Sind Bäume erst einmal befallen, können sie nicht mehr gerettet werden. Der Käfer zählt zu den 100 gefährlichsten Neueinwanderern und gilt in der EU als Quarantäneschädling. Er stammt aus dem südostasiatischen Raum und wurde über Granitstein-Importe in Paletten-Holz eingeschleppt. In Europa sind aktuell 28 Befallsherde bekannt. Drei dieser 28 Herde liegen in Österreich, und alle drei in Oberösterreich.

Im Jahr 2001 wurde im Stadtgebiet von Braunau, erstmalig in Europa, das Auftreten dieses Käfers nachgewiesen. Der Befall konnte erst nach elfjährigen umfangreichen Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2012 beendet werden. Aktuell wird in Oberösterreich noch das 2013 in Gallspach entdeckte, dritte Auftreten des Schädlings mit hohem Aufwand bekämpft. In diesem Bereich wurden bisher rund 150 Bäume mit Befallssymptomen gefunden und zwischenzeitig mehr als 1.000 Bäume geschlägert. Nach nunmehr dreijährigen Bekämpfungsmaßnahmen ist zwar auch in diesem Gebiet die Anzahl der neu entdeckten Bäume mit Schadsymptomen rückläufig, mit einer Ausrottung des Käfers ist allerdings auf Grund der Größe des Auftretens und der schwierigen Befallsfeststellung frühestens Ende 2020 zu rechnen.

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