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Lieber Leser

Draußen geht es richtig los

Getreide Fruehjahr
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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
05.04.2018

Endlich geht es los, draußen auf den Feldern und Wiesen, dieses Gefühl hat sich bei mir in den letzten Tagen eingestellt.

Sepp Kellerer

Entstanden ist es auf dem täglichen Weg zwischen dem nördlichen Niederbayern und der Landeshauptstadt München. Mir ist schon bewusst, dass das nicht der Nabel der Welt ist, noch nicht einmal der Nabel Bayerns. Auch ich habe mitbekommen, dass in Unterfranken schon Anfang März die ersten Sommerungen gesät wurden, dass im Straubinger Raum deutlich vor Ostern die erste Düngergabe ausgebracht werden konnte und dass auf der Münchner Schotterebene letzte Woche Kartoffeln gelegt wurden.

Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass man sich die Tage dafür stehlen musste, dass die Traktorgespanne in der Landschaft verloren wirkten. Die Bilder von den 20 Zentimetern Neuschnee im März im nördlichen Niederbayern haben im Kopf dominiert. Das hat sich die letzten Tage geändert, jetzt geht es wirklich los.

Natürlich sind wir in der Redaktion die Kapriolen des Wetters gewohnt, genauso wie Sie, liebe Leser, aber vor Herausforderungen stellen sie uns dennoch immer wieder. Es ist ja nicht so, dass eine Fach- und Familienzeitschrift wie das Wochenblatt jede Woche ganz ad hoc entsteht. Eine ganze Reihe von Themen ist planbar und muss auch geplant werden. So wie es jedes Jahr wieder Weihnachten wird, so stehen auch jedes Jahr im Frühjahr wieder die Düngung, Bestellung und der Pflanzenschutz an. Natürlich möchten wir Ihnen die neuesten Informationen und Erkenntnisse zu diesen Themen möglichst dann zur Verfügung stellen, wenn Sie sie benötigen. Aber das hängt nun einmal vom Wetter ab und das haben wir leider – oder Gott sei Dank – nicht in der Hand.

Nach dem Grundsatz: ein wenig zu früh ist definitiv besser, als zu spät, planen wir bei den Themen ein wenig Puffer ein, aber selbst das ist schwierig, wenn sich die Frühjahrsbestellung in unserem Dienstgebiet über sechs Woche hinzieht. Die mögliche Alternative ist auch keine Option: Es wäre sicher nicht in Ihrem Sinn, wenn wir über einige Wochen hinweg ein dünnes Blättchen liefern würden und dann, wenn es draußen losgeht, plötzlich ein ganzes Lexikon.

Natürlich gibt es auch Informationen, die müssen ins Heft, sobald sie verfügbar sind, wie etwa die Nmin-Werte, diesmal noch für Mais. Schließlich brauchen Sie die zur Düngebedarfsermittlung und die muss stehen, bevor es draußen losgeht.

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