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Herbstdüngung

Düngeverordnung - Verschieben der Kernsperrfrist für Grünland

Grünland Düngung
Dr. Matthias Wendland, LfL Agrarökologie, Freising
am
02.11.2017

In vielen Landkreisen wurde die Sperrfrist für die Stickstoffdüngung auf Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau nach hinten verschoben. Eine Aufstellung.

Die Düngeverordnung untersagt in bestimmten Zeiträumen das Ausbringen von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff. Darunter fallen alle organischen und mineralischen Düngemittel mit einem Gesamtstickstoffgehalt von mehr als 1,5 % N in der Trockenmasse.

Die Sperrfrist auf Grünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau beginnt regulär am 1. November und endet mit Ablauf des 31. Januar. Diese Kernsperrfrist auf Grünland und mehrjährigen Ackerland kann nach neuer Düngeverordnung um zwei oder vier Wochen nach hinten verschoben werden, wenn regionale Besonderheiten wie Witterung, Beginn und Ende des Pflanzenwachstums sowie Ziele des Boden- und Gewässerschutzes nicht dagegenstehen.

Die Verschiebung kann jährlich vom BBV-Kreisverband für den jeweiligen Landkreis beantragt werden. Dann entscheiden das zuständige Fachzentrum für Agrarökologie und das Amt für Landwirtschaft und Ernährung über die Verschiebung und den Verschiebungszeitraum nach regionaltypischen Gegebenheiten. Die Verschiebung der Kernsperrfrist wird dann als Allgemeinverfügung im Amtsblatt des jeweiligen Landkreises veröffentlicht.

Der untenstehende Infokasten zeigt, in welchen Landkreisen für den kommenden Herbst/Winter die Sperrfrist für Grünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau verschoben wurde. Eine Kultur zählt als mehrjähriges Feldfutter, wenn sie

  • vor dem 15. 5. gesät wurde und
  • auf derselben Fläche mindestens zweimal im Mehrfachantrag angegeben wird.

Wenn die Kultur nach dem 15.5. gesät wurde, gelten im Ansaatjahr die Regelungen der Ackersperrfrist.

Hier wurde die Grünlandsperrfrist verschoben

In den folgenden Landkreisen beginnt die Sperrfrist für Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau nicht regulär am 1. November, sondern wurde um zwei, beziehungsweise vier Wochen verschoben. Die genannten Tage zählen noch zum jeweiligen Sperrfristzeitraum.

  • Verschiebung der Sperrfrist um 2 Wochen (15. 11. 17 bis 14. 2. 18): Lks. Altötting, Lks. Dachau, Lks. Ebersberg, Lks. Eichstätt, Lks. Erding, Lks. Freising, Lks. Fürstenfeldbruck, Stadt Ingolstadt, Lks. Landsberg am Lech, Lks. Mühldorf am Inn, Lks. München, Stadt München, Lks. Neuburg-Schrobenhausen, Lks. Pfaffenhofen a. d. Ilm, Lks. Rosenheim, Stadt Rosenheim, Lks. Starnberg, Lks. Deggendorf, Lks. Passau, Stadt Passau, Lks. Straubing-Bogen, Stadt Straubing, Lks. Erlangen Höchstadt, Stadt Erlangen, Lks. Fürth, Stadt Fürth, Stadt Nürnberg, Lks. Roth, Stadt Schwabach, Lks. Weißenburg-Gunzenhausen, Unterfranken (gesamt), Oberfranken (gesamt).
  • Verschiebung der Sperrfrist um 4 Wochen (29. 11. 2017 bis 28. 2. 2018): Lks. Berchtesgadener Land, Lks. Bad Tölz-Wolfratshausen, Lks. Garmisch-Partenkirchen, Lks. Miesbach, Lks. Traunstein, Lks. Weilheim-Schongau, Lks. Freyung-Grafenau, Lks. Regen, Schwaben (gesamt), Oberpfalz (gesamt), Lks. Ansbach, Lks. Neustadt a. d. Aisch/ Bad Windsheim, Lks. Nürnberger Land. M. W.
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