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Düngeverordnung

DüV: Weitere Verschärfungen geplant

Düngung Grünland
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
20.08.2019

Die Bundesregierung will die Sperrfristen für Festmist und Kompost sowie für Grünland in den roten Gebieten verlängern. Außerdem sollen zusätzliche Auflagen bei Hangflächen nun schon ab 5 % Hangneigung gelten.

Wie die Bundesregierung auf das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen der  Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie reagieren will, steht im Wesentlichen fest. Die Bundesministerinnen Julia Klöckner und Svenja Schulze wollen die neuen Vorschläge am 28. August in Brüssel vorstellen. Wie im Vorfeld des morgigen Treffens der Ministerinnen mit Vertretern der zuständigen Länderressorts sowie der Koalitionsfraktionen bekannt wurde, sind folgende Verschärfungen geplant:

  • Die Sperrfrist für Festmist und Kompost soll in den roten Gebieten künftig bereits vom 1. November - anstatt wie bisher vorgesehen vom 1. Dezember an - bis zum 31. Januar gelten. Gewässerschonend wirtschaftende Betriebe sollen von der Verlängerung ausgenommen werden. Außerhalb der roten Gebiete soll die Sperrfrist um zwei Wochen, vom 1. Dezember bis zum 15. Januar, verlängert werden.
  • Die Düngung von Grünland mit flüssigen organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln soll in roten Gebieten künftig vom 1. Oktober bis zum 31. Januar verboten sein; das sind zwei Wochen mehr als bislang vorgesehen. Zudem soll die Düngung vom 1. September bis zum Beginn der Sperrfrist auf 60 kg Gesamtstickstoff je Hektar begrenzt werden. Bislang sollte die Obergrenze bei 80 kg liegen.
  • Die von der Bundesregierung im Frühsommer vorgeschlagenen Restriktionen für die Düngung von Flächen mit mehr als 10 % Hangneigung sollen nunmehr bereits für Flächen mit einer Hangneigung ab 5 % gelten. Zudem soll der vorgeschlagene Gewässerabstand ab 5 % Hangneigung von zwei auf drei Meter vergrößert werden. Eine von der Kommission geforderte dauerhafte Begrünung der Gewässerrandstreifen soll in den Landeswassergesetzen geregelt werden.
  • Stärker reglementiert werden soll auch die Phosphatdüngung. In ausgewiesenen phosphatsensiblen Gebieten sollen Phosphatdüngemittel vom 1. November bis zum 31. Januar nicht aufgebracht werden dürfen.
Mit Material von AgE
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