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Saatgut

Elektronenbehandlung für Maissaatgut

pd
am
15.11.2016

Lippstadt - Zur Aussaat 2017 bietet die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) für einige Maissorten eine elektronische Saatgutbehandlung an.

Maisfeld

Gerade während des Keimens können junge Maispflanzen von einer Reihe samenbürtiger Krankheiten, wie verschiedenen Fusariumgattungen, aber auch Bakterien und Viren befallen werden. Der gesamte Befallskomplex kann zu Wachstumsbeeinträchtigungen sowie verschlechterter Triebkraft führen, was bei ökologischem Saatgut ein besonders großes Problem darstellt.

Zum einen ist ökologisches Saatgut durch die Produktion schon verstärkt mit samenbürtigen Pilzen befallen und zum anderen ist der Keimling im ökologischen Landbau weniger geschützt, da es keinen Beizhof gibt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass er schnell den Boden verlässt und eine möglichst große Triebkraft besitzt.

Bei der Elektronenbehandlung werden die Saatgutkörner mit Elektronen beschossen, die alle Pathogene auf und in der Samenschale zerstören. Die volle Keimfähigkeit des Saatguts bleibt dabei, nach Aussage von DSV, erhalten. Gerade für den ökologischen Landbau bieten sich durch diese Behandlung große Chancen, die Anbausicherheit bei Mais zu erhöhen. 

Durch den Verzicht auf chemische Mittel ergibt sich eine sehr hohe Anwenderfreundlichkeit und auch ein Überlager der Maissorten ist kein Problem, so DSV. Zudem würden Nützlinge im Boden geschützt.

 

Die DSV bietet die Elektronenbehandlung bei ökologisch erzeugtem Saatgut für die Sorten JOY (ca. S 150 / ca. K 150), CATHY (S 210 / ca. K 220), MOVANNA (S 220/ ca. K 220), LIPRIMUS (S 240 / K 210), LIBERATOR (ca. S 240/ K 240) und DANUBIO (S 270 / ca. K 240) an. Im konventionellen Bereich steht das Verfahren für die Sorten CATHY und DANUBIO zur Verfügung.

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