Login
Bundestagswahl

Erwartungen der Pflanzenzüchter für kommende Legislaturperiode

Gerstenähre
© Imago/McPHOTO
von , am
20.09.2017

Bonn - Neutralität und Transparenz der Sortenprüfung muss erhalten werden und die Zulassung von Beizmitteln muss sich an der Wissenschaft orientieren. Das sind zwei von insgesamt sieben Forderungen der Züchter.

Der BDP-Forderungskatalog umfasst sieben Kernthemen:

  1. Das Verfahren zur Erhebung von Nachbaugebühren muss substanziell geändert und eine praktikable Nachbauregelung gewährleistet werden. Der langjährige Stillstand schadet der Investitionskraft der Pflanzenzüchtung.
  2. Die Ausgewogenheit von Sorten- und Patentschutz ist zu wahren. Positiv bewerten die Pflanzenzüchter in diesem Zusammenhang, dass das Europäische Patentamt nach aktuellem Stand das Patentierungsverbot für Produkte aus im Wesentlichen biologischen Verfahren in seine Entscheidungspraxis übernimmt.
  3. Der Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen muss sichergestellt werden. Ausufernde Dokumentationspflichten dürfen diesen nicht behindern.
  4. Für die Anwendung neuer Züchtungsmethoden muss Rechtssicherheit bestehen und ihre Einordnung differenziert vorgenommen werden.
  5. Die Züchtungsforschung muss langfristig gefördert und steuerliche Anreize im Bereich von Forschung und Entwicklung geschaffen werden.
  6. Die Neutralität und Transparenz der Sortenprüfung muss trotz des Sparzwangs der öffentlichen Hand erhalten werden.
  7. Die Zulassung von Beizmitteln muss sich ausschließlich an wissenschaftlichen Kriterien orientieren.
Auch interessant