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Studie

Gefälschte Pestizide verursachen EU-Wirtschaft 1,3 Mrd. Euro Schaden

Pflanzenschutz
aiz
am
09.02.2017

Alicante - Durch den Handel mit gefälschten Pestiziden entgehen legalen Unternehmen in der EU jährlich Einnahmen von rund 1,3 Mrd. Euro.

Das entspricht 13,8% der Umsätze in diesem Wirtschaftszweig, wie aus einer gestern veröffentlichten Studie des EU-Amts für geistiges Eigentum (EUIPO) hervorgeht. Gleichzeitig bedeutet das den Verlust von 2.600 Arbeitsplätzen. In Österreich entstehen den Herstellern laut der Studie Umsatzeinbußen von 19 Mio. Euro. Spitzenreiter ist Deutschland mit Schäden von knapp 300 Mio. Euro gefolgt von Frankreich (240 Mio. E uro) und Italien (185 Mio. Euro).

In der Studie sind auch zwei Fallbeispiele angeführt, wo etwa Anfang 2015 in Hamburg 5 t eines gefälschten Pflanzenschutzmittels im Wert von geschätzten 590.000 Euro aus Shanghai beschlagnahmt wurden.

In einer von Europol unterstützten Aktion, bei der Ende 2015 an den wichtigsten Häfen und Flughäfen in sieben Ländern 350 Inspektionen von Containern vorgenommen wurden, konnten die Behörden in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Spanien und den Niederlanden insgesamt 190 t illegale oder gefälschte Pestizide sicherstellen.

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