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Ufop-Studie

Gleichbleibende Fläche an Winterraps

pd
am
15.11.2016

Hannover - Der Winterrapsanbau zur Ernte 2017 bleibt auf hohem Niveau.

Rapsfeld

Auf Basis einer aktuellen Befragung von ca. 6.500 Landwirten im September/Oktober 2016 schätzt das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) beauftragte Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2017 auf 1,364 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2016 bedeutet dies eine leichte Steigerung des Anbaus um 32.600 Hektar bzw. 2,4 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund von ungünstiger Witterung aber bereits 13.500 ha Winterraps bundesweit umgebrochen werden. Daher ist aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,350 Millionen Hektar auszugehen.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Aussaatfläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Rapsfläche sogar noch einmal um 2,8 Prozent gestiegen (+6.300 Hektar). Weitere wichtige Anbauregionen stellen mit 171.000 ha Aussaatfläche Sachsen-Anhalt (+0,2 Prozent; +600 Hektar), mit 135.500 Hektar Brandenburg (+1,5 Prozent; + 2.000 Hektar) und mit 131.900 Hektar Sachsen (+ 1,9 Prozent; + 2.400 Hektar) dar. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen (+6,0 Prozent; + 7.300 Hektar) im Ranking der Bundesländer. Mit 122.800 Hektar weisen Thüringen (+3,5 %; +4.100 Hektar) sowie mit 119.200 Hektar Bayern (+4,9 Prozent; + 5.600 Hektar) neben Schleswig-Holstein mit aktuell 101.000 Hektar (+6,9 Prozent; + 6.500 Hektar) ebenfalls Aussaatflächen über 100.000 Hektar auf.

Den größten prozentualen Flächengewinn verzeichnen mit 6,9 bzw. 6 Prozent Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Lediglich in Rheinland-Pfalz (-2,8 Prozent;
-1.400 Hektar) und in Nordrhein-Westfalen (-1,8 Prozent; -1.100 Hektar) ist die Aussaatfläche rückläufig.

Bis Ende Oktober wurden bundesweit bereits 13.500 Hektar Winterraps umgebrochen. Die regional teilweise sehr ungünstige Witterung führte vor allem im östlichen Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt, in Bayern und in Hessen zu für die Anbauer inakzeptablen Beständen. Abhängig von den Bedingungen im Winter sind weitere Umbrüche von bis zu insgesamt 27.900 Hektar nicht auszuschließen. Die Regionen Sachsen-Anhalt (8.300 Hektar) und Bayern (6.300 Hektar) wären hiervon erneut am stärksten betroffen.

Wie bereits in den Vorjahren hat die Fruchtfolgeplanung den mit Abstand größten Einfluss auf die Ausdehnung oder Reduzierung der Winterrapsfläche. 48 Prozent der Rapslandwirte haben die betriebliche Winterrapsfläche auf Grund entsprechender Anbauplanungen vergrößert. Die Schlaggröße wirkt sich mit 25 Prozent (Ausdehnung) bzw. 21 Prozent (Reduzierung) ebenfalls deutlich auf die Anbauflächen aus. Der derzeit attraktive Erzeugerpreis war für 11 Prozent der Landwirte ein Anreiz zur Ausdehnung des Winterrapsanbaus, gefolgt von einer positiven Flächenentwicklung im Betrieb (9 Prozent). Zu Ungunsten des Winterrapsanbaus haben sich weiter eine negative Flächenentwicklung im Betrieb (6 Prozent) und die Erhöhung des Anbaus anderer Kulturen (5 Prozent) ausgewirkt.

Im Ergebnis der UFOP-Studie kann von einer stabilen Winterrapsfläche zur Ernte 2017 von aktuell rund 1,35 Millionen Hektar ausgegangen werden. Die im Vergleich zur Ernte 2016 um 2,4 Prozent (+32.600 Hektar) größere Aussaatfläche wurde im Laufe des Herbstes durch regional gehäufte Umbrüche verringert.

 

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