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Wildtiere

Graugans breitet sich aus

Graugans
Externer Autor
am
17.01.2019

Jäger haben 2017 aus 40 % der Reviere das Vorkommen von Graugänsen gemeldet – ein Anstieg von 58 % in acht Jahren.

Das berichtet der Deutsche Jagdschutzverband (DJV). Das Hauptvorkommen liegt in den norddeutschen Bundesländern mit vielen Gewässern, Küstenlandschaften und geringem Waldanteil. Dort meldete sogar die Hälfte der an der Auswertung beteiligten Reviere die Anwesenheit der Graugans.

Nahezu verdoppelt hat sich der Anteil von Revieren mit Brutvögeln: von 10 (im Jahr 2009) auf 19 % (2017). In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen meldeten sogar ein Drittel und mehr Reviere mit Brutvorkommen.

Parallel zu der Ausbreitung der Graugans steigt auch die Zahl der erlegten Tiere: Die Jagdstrecke hat sich knapp verdoppelt von rund 30 000 (Jagdsaison 2008/09) auf 57 500 (2016/17). Drei Viertel der bundesweiten Jagdstrecke haben die Jäger in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen erzielt. Das insgesamt gute Nahrungsangebot, insbesondere durch die Landwirtschaft, ist ein wichtiger Grund für das Anwachsen der Graugansbestände in Deutschland. Um übermäßige Wildschäden zu verhindern, ist eine nachhaltige Jagd zwingend notwendig.

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