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Mahdzeitpunkt

Grünlandschnitt für Grassilage: Bei Schönwetter geht's auf

Grassilageballen
Mariana Schneider, Ludwig Hitzlsperger, LfL Tierernährung Grub
am
11.05.2017

München - Die derzeitigen Gehaltswerte sind noch auf gutem Niveau. Für gute Futterqualitäten muss der erste Schnitt nun zeitnah eingefahren werden, denn die Energiekonzentration hat den Zielwert von 6,6 MJ NEL/kg TM vielerorts bereits wieder unterschritten.

Der erste Aufwuchs vom Grünland hat dieses Jahr einige Überraschungen gebracht. Nach einem zeitigen Beginn des Wachstums mussten immer wieder Einbremsungen durch Kälteeinbrüche hingenommen werden. Trotz der Wetterkapriolen kann das gute Ertragsniveau von 2016 im Mittel der Agrargebiete erreicht werden.
Die derzeitigen Gehaltswerte sind noch auf gutem Niveau. Für gute Futterqualitäten muss der erste Schnitt nun zeitnah eingefahren werden, denn die Energiekonzentration hat den Zielwert von 6,6 MJ NEL/kg TM vielerorts bereits wieder unterschritten. Dementsprechend nähern sich auch die Gehalte an Gerüstsubstanzen (ADFom) stark dem maximalen Zielwert von 270 g/kg TM an. Im ostbayerischen Mittelgebirge ist dieser Wert bereits erreicht, da dort die Witterung etwas milder war und die Pflanzen nicht so stark in ihrer Entwicklung ausgebremst wurden. Die derzeitigen Gehalte an Rohprotein sind in den Agrargebieten mit hochgerechneten Trockenmasseerträgen von unter 30 dt/ha mit Werten von 19 % (Alpenvorland, südl. Allgäu) bzw. 18 % (ostbayerische Mittelgebirge) noch sehr gut, während sie in den anderen Agrargebieten bereits auf 15 % der TM zurückgegangen sind.

Siliermittel einsetzen?

Schnittzeitpunkt

Vielerorts schränken Niederschläge, die vor allem im Alpenvorland und Allgäu sehr ergiebig ausgefallen sind, die Befahrbarkeit ein und verhindern einen zeitnahen Schnitttermin. Wenn sich die Witterungsbedingungen weiterhin so wechselhaft darstellen, besteht die Gefahr der Einbringung von nassem Siliergut. Wenn das Gras nicht ausreichend angewelkt werden kann (>30 % TM) oder mit höherem Schmutzanteil eingefahren werden muss, ist der Einsatz eines entsprechenden Siliermittels dringend angeraten, um Fehlgärungen zu vermeiden. Hier ist der Zusatz von DLG-geprüften Siliermitteln (Wirkungsrichtung 1a) zur Verbesserung des Gärverlaufs bei schwer silierbarem Material zu empfehlen.
Wichtig für den erfolgreichen Siliermitteleinsatz ist die richtige Auswahl des Mittels, die korrekte Dosierung (Herstellerangaben beachten) und die gleichmäßige Verteilung im Erntegut. Ein zügiges Einsilieren, gutes Verdichten und luftdichtes Abdecken sowie eine für den nötigen Vorschub passende Silogeometrie (Füllhöhe) sind bekanntermaßen Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Futterkonservierung. Weitere Informationen zum Siliermitteleinsatz und eine Übersicht über die DLG-geprüften Siliermittel sind unter www.lfl.bayern.de/ite zu finden.

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