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Maissilage 2015

Gute Qualität

pd
am
01.02.2016

Bonn - Die Maissilagen aus 2015 weisen trotz der teilweise ungünstigen Vegetationsbedingungen im vergangenen Jahr im Durchschnitt gute Qualitäten auf. Das berichtet das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) in Zusammenarbeit mit www.proteinmarkt.de (Dr. Jürgen Weiß) unter Berufung auf Untersuchungsergebnisse in den Ländern.

Kälte im Frühjahr sowie extreme Trockenheit und Hitze im Sommer machten dem Mais in vielen Regionen schwer zu schaffen, dennoch wirkte sich dies nicht gravierend auf die durchschnittliche Silagequalität aus. Der Gehalt an Trockenmasse liegt mit Werten zwischen 33,5 % in Nordrhein-Westfalen und 35,7 % in Hessen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Lediglich die Werte in Schleswig-Holstein liegen mit 31,4 % etwas darunter. Der Orientierungsbereich für hochwertige Silagen (30-35 %) wird in allen Regionen eingehalten. Höhere Prozentsätze deuten dabei auf kolbenreichere Silage hin.

Der Rohaschegehalt schwankt zwischen 34 g/kg TM in Nordrhein-Westfalen und 41 g/kg TM in Niedersachsen. Der Grenzwert liegt bei 40 g/kg TM. Niedrigere Werte sind bei der Rohasche von Vorteil. Die Rohfasergehalte liegen zwischen 17,8 % in Rheinland-Pfalz und Saarland sowie 21,4 % in Schleswig-Holstein. Der Rohfasergehalt deutet auf das Verhältnis von Kolben zur Restpflanze hin. Je niedriger der Wert, umso höher ist der Kolbenanteil in der Silage. Der Rohfaser- und auch der Rohaschegehalt werden aber auch durch die Schnitthöhe beeinflusst, denn die Gehalte sind in den unteren Stängelbereichen relativ hoch. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Rohfaserwerte in Bayern und Schleswig-Holstein um etwa 3 % erhöht. Auch der Wert der Neutral-Detergenzienfasern (aNDFom) beleuchtet den Fasergehalt. Er deutet auf den Gehalt an Zellwandmaterial hin und sollte sich zwischen 350 und 400 bewegen. Dies wird vielfach erreicht. In Bayern (420 g/kg TM), Schleswig-Holstein (408 g/kg TM) und Nordrhein-Westfalen (406 g/kg TM) liefern die Analysen etwas höhere Werte.

Der Stärkegehalt guter Silagen sollte bei über 300 g/kg TM liegen. Den höchsten Wert erreichen Silagen in den nordöstlichen Bundesländern mit 342 g/kg TM. Unter 300 g/kg TM bleiben die Durchschnittszahlen in Schleswig-Holstein (281 g/kg TM) und Bayern (288 g/kg TM).

Der Rohproteingehalt bewegt sich zwischen 74 g/kg TM in Nordrhein-Westfalen und 80 g/kg TM in Bayern. In Bezug auf den Energiegehalt gilt ELOS, der Gehalt an enzymlösbarer organischer Substanz, als wichtiger Parameter für die Verdaulichkeit. Der Zielwert von 670 g/kg TM wird durchgängig überschritten. Der ELOS-Wert, aNDFom sowie Rohfett fließen in die Berechnung des Energiegehaltes ein. Er liegt mit 6,67 bis 6,9 MJ NEL/kg TM fast durchgängig leicht unterhalb des hohen Vorjahresniveaus.

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