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Umwelt

Heckenerneuerung wird gefördert

Hecke
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
09.09.2019

Ab 1. Oktober ist es wieder soweit: Bestehende Hecken und Feldgehölze in der freien Landschaft können jetzt bis Ende Februar fachgerecht erneuert werden.

Das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) fördert, wenn die nötigen Fördervoraussetzungen vorliegen, die Heckenerneuerung. Wer eine Förderung am zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beantragt, muss ein Erneuerungskonzept vorlegen. In ganz Bayern gibt es von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zertifizierte Konzeptersteller, die in diesem Erneuerungskonzept konkrete Maßnahmen für jede beantragte Hecke/ Feldgehölz aufzeigen.

Was dann bei der Erneuerung ziemlich rigoros aussieht, ist für viele Gehölze eine wichtige Verjüngung. Denn oft ist mangelnde Pflege die Ursache für eine Vergreisung oder das Auseinanderbrechen von Hecken. Sie verlieren so ihre Funktion für den Erosionsschutz oder als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Bei der fachgerechten Erneuerung werden die Gehölze bodennah auf Stock gesetzt und treiben danach umso vitaler wieder aus. So bilden Schlehe, Hartriegel und Hasel schon im ersten Jahr Triebe von über 1,50 m. Über mehrere Jahre wird die Hecke so abschnittsweise auf Stock gesetzt, um ihre Funktionen in der Kulturlandschaft fortwährend zu erhalten. Wertgebende Gehölze wie alte Weißdorne oder Obstgehölze bleiben stehen, da sie diesen starken Rückschnitt nur schlecht vertragen. Auch bereichern stehendes und liegendes Totholz den Lebensraum Hecke.

Sinnvoll ist es, die Öffentlichkeit mit Hinweistafeln über den Zweck und die fachgerechte Durchführung der ökologischen Erneuerung aufzuklären. Denn sie ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung einer naturraum- und regionaltypischen Biodiversität in der Kulturlandschaft. Gleichzeitig trägt die so durchgeführte Heckenpflege zum Erhalt der Vielfalt, Eigenheit und Schönheit eines intakten Landschaftsbildes bei.

Bei Fragen zur Förderung wenden Sie sich an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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