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Konjunktur

Käfer runter – Holzpreis rauf

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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
27.10.2016

München - Die Forstschutzsituation hinsichtlich Kupferstecher und Buchdrucker hat uns 2015 und auch das ganze Jahr 2016 begleitet.

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Das hohe Engagement der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bei der Käferbekämpfung hat sich ausgezahlt. Wir haben einen deutlich geringeren Käferholzanfall als beispielsweise 2003 und 2004, obwohl die Ausgangssituation mindestens genauso schwierig war. Wir haben gleichzeitig auch aufgrund der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen die Chance auf bessere Preise für Frischholz.

Nichts destotrotz ist die Käferthematik noch nicht abgeschlossen. Durch die warme und trockene Witterung im September, hat der Borkenkäfer die Chance gehabt, in die dritte Generation zu kommen. Dementsprechend gilt es über den Winter weiterhin konsequent Käferbekämpfung zu betreiben. Dies wird uns für 2017 eine günstige Ausganssituation schaffen.

Dann könnte nämlich eine ausnahmsweise einmal gewünschte gegenläufige Entwicklung greifen, nämlich Käfer runter – Holzpreis rauf.

Wenn wir in 2017 keine extremen Witterungsverhältnisse bei Wärme und Trockenheit oder Sturm bekommen, haben wir die Chance den Käfer im nächsten Jahr in die Schranken zu weisen. Mit einer anhaltend guten Konjunktur und starken Baubranche sollte es gelingen, bessere Holzpreise durchzusetzen und dabei für die Waldbesitzer und für die abnehmende Hand auch auskömmliche Bedingungen zu haben.

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