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Herbstarbeiten

Dem Maiszünsler zu Leibe rücken

Maisstoppeln mulchen
pd
am
27.10.2017

Das Zerkleinern der Maisstoppeln ist nach wie vor wichtigste Maßnahme der Feldhygiene. Drei wichtige Gründe sprechen dafür.

Durch das Zerkleinern und Mulchen von Maisstoppeln und -stroh wird:

  • der Lebensraum des Maiszünslers zerstört,
  • die Rotte gefördert
  • und damit auch Fusarien-Pilzen die Überwinterungsmöglichkeit genommen.

Zu diesem Ergebnis kamen die rund 150 Teilnehmer des diesjährigen Praktikertages, den das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) und der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V. (GKB) am 25. Oktober in Rheinstetten bei Karlsruhe durchgeführt hat.

Bei der Bekämpfung des Lebensraums des Maiszünslers kommt es nicht unbedingt darauf an, die Maisstoppel restlos zu zerfasern, es reicht meistens aus, die Stengelknoten zu quetschen oder zu knicken, sodass Wasser eindringt und der Schädling den Winter nicht übersteht.

Ein Praxisteil auf dem Feld hat gezeigt, dass ein Problem der meisten Maschinen ist nach wie vor die Erreichbarkeit von niedergefahrenen Maisstoppeln durch Ernte- und Bergegeräte. Hierzu wurde ein Maisgebiss mit Unterflurhäcksler unter dem Maispflücker vorgeführt, wodurch die Stoppeln schon bis auf den Boden zerkleinert waren, noch bevor sie von einem Rad umgefahren werden konnten.

Nicht nur der Lebensraum für Maiszünsler muss zerstört werden, auch die Rotte der Maisstoppeln ist ein wichtiger Aspekt der Feldhygiene, um die Fusarium-Gefahr im nachfolgenden Getreide zu verringern. Hierzu ist es wichtig, die Erntereste gleichmäßig einzuarbeiten. Die Vorführung mit entsprechenden Bodenbearbeitungsgeräten machte deutlich, dass eine vorherige Stoppelbearbeitung das Arbeitsergebnis deutlich verbessert.

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