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Pflanzenschutz

Neonicotinoide - EFSA bestätigt Risiko für Wild- und Honigbienen

Biene
aiz
am
07.03.2018

"Die Mehrzahl der Anwendungen von Neonicotinoid-haltigen Pestiziden stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar", lautet das Ergebnis der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) in ihren heute veröffentlichten Bewertungen, womit sei ein Gutachten aus dem Jahr 2013 bestätigt.

Untersucht wurden die Auswirkungen von den drei Neonicotinoiden Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam auf Wildbienen - Hummeln und Solitärbienen - sowie Honigbienen. Wie im vorangegangenen Gutachten wurden Pollen, Staub und Wasser als mögliche Übertragungswege der Neonicotinoide in den Mägen der Insekten untersucht.

Nachdem die EFSA ihr Gutachten zur Bienengefahr der Insektizide aktualisiert hat, ist eine Ausweitung des bestehenden Verbots für Neonicotinoide wahrscheinlich. Die EU-Mitgliedstaaten hatten schon im Dezember 2017 darüber gesprochen, wollten aber noch das für Februar angekündigte neue EFSA-Gutachten abwarten. Betroffen vom Totalverbot im Freiland wären vor allem Rübensaatgut und Pflanzkartoffeln. Bisher sind Raps- und Maisbeizen verboten.

"Die EFSA hat die Einstufung dreier neonicotinoider Wirkstoffe auf Basis des Bee Guidance Documents vorgenommen, das bisher noch nicht ratifiziert wurde und daher auch nicht anwendbar sein sollte", kritisierte die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) das Ergebnis.

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