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Studie

Ohne Pflanzenzucht bräuchte EU 19 Mio. ha mehr Ackerland

aiz
am
01.08.2016

Brüssel - Ohne Innovationen in der Pflanzenzüchtung würde die EU 19 Mio. ha mehr Ackerland brauchen, um die gleiche Menge an Lebensmitteln produzieren zu können.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle EU-Studie, die gleichzeitig vor schwierigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen warnt. "Die Analysen zeigen, dass Innovationen in der Pflanzenzucht die Gesamtproduktivität des EU-Ackerbaus um 74% steigern sowie Hunger und Unterernährung weltweit verringern", erklärte Pekka Pesonen, Generalsekretär des EU-Dachverbandes der EU-Landwirte- und -Genossenschaften Copa-Cageca.

Aus der Studie geht überdies hervor, dass genetische Verbesserungen bei Kulturpflanzen die europäische Wirtschaft erheblich ankurbeln und das Bruttoinlandsprodukt der EU um über 14 Mrd. Euro steigern. Zudem schaffen sie Wachstum sowie Arbeitsplätze in der Europäischen Union und erhöhten das Jahreseinkommen der Landwirte - in den vergangenen 15 Jahren um geschätzte 30%. Der Nutzen für die Umwelt zeigt sich in der Erhaltung knapper Bodenressourcen sowie in höheren Erträgen.

"Pflanzenzüchter sollen ermutigt werden, neue Zuchttechniken voranzutreiben. Der hohe gesellschaftliche Nutzen von Investitionen in die Pflanzenzucht muss verstärkt anerkannt und durch eine angemessene Verwaltung, solide Gesetzgebung, mehr finanzielle Unterstützung sowie eine allgemeine Sensibilisierung politisch gefördert werden. Die Untersuchung ist ein weiterer Schritt für zukünftige Forschungsaktivitäten", betonte Pesonen.

Die Studie zum "Wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wert der Pflanzenzucht in der EU" wurde von HFFA Research GmbH durchgeführt und von der Europäischen Technologieplattform Pflanzen, der Copa-Cageca als Mitglied angehört, in Auftrag gegeben.

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