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Düngung

Richtwerte für Phosphor-Gehaltsklassen im Boden abgesenkt

Gülledüngung
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
26.03.2018

Auf ihrer Sitzung Anfang März 2018 in Osnabrück verabschiedeten die Fachgruppen I und II des VDLUFA den novellierten Standpunkt ‚Phosphordüngung nach Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf‘.

Die VDLUFA-Fachgruppen I (Pflanzenernährung, Produktqualität und Ressourcenschutz) und II (Bodenuntersuchung) haben auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 06.03.2018 in Osnabrück den überarbeiteten VDLUFA-Standpunkt ‚Phosphordüngung nach Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf‘ verabschiedet. Der Standpunkt wurde erstmalig im Jahre 1997 veröffentlicht und in den letzten Jahren auf Sitzungen der Fachgruppen I und II sowie einer speziell eingerichteten Projektgruppe überarbeitet.

In die Überarbeitung flossen die aktuell verfügbaren langjährigen P-Düngungsversuche auf Acker- und Grünlandstandorten in Deutschland sowie andere aus der Literatur vorliegende Ergebnisse ein. In einem ersten Schritt wurden die Ergebnisse dieses Prozesses in einem Positionspapier des VDLUFA im Dezember 2015 veröffentlicht.

Im aktuellen Standpunkt können nun die Richtwerte für die optimale Gehaltsklasse C für Acker- und Grünlandböden auf 3 mg P (100 g Boden)-1 (unterer Richtwert) bis 6 mg P (100 g Boden)-1 (oberer Richtwert) abgesenkt werden. Für Trockenstandorte werden höhere Richtwerte angesetzt.

Außerdem weisen die Autoren auf die Bedeutung produktionstechnischer Maßnahmen zur Verbesserung der P-Effizienz hin. So werden u. a. die Relevanz eines guten Kalkzustandes des Bodens, der Einarbeitung bzw. Platzierung von P-Düngern, erosionsmindernder Maßnahmen sowie der Vermeidung bzw. Behebung von Bodenverdichtungen für die P-Verfügbarkeit herausgestellt.

Standpunkt zur Phosphatdüngung

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