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Ernte 2016

Sehr gute Hopfenernte in Bayern

Hopfenfeld
pd
am
14.10.2016

München - Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik haben die bayerischen Hopfenbauern in diesem Jahr eine sehr gute Ernte eingefahren.

Die günstigen Witterungsbedingungen im Sommer mit ausreichenden Niederschlägen und nur wenigen heißen Tagen wirkten sich positiv auf die Entwicklung des Hopfens aus und lassen eine gute Qualität erwarten.
Gemäß Schätzung der Ernteberichterstatter wurde 2016 beim Hopfen ein Spitzenertrag von 22,7 dt/ha erzielt. Dies sind 17,0 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2015 (19,4 dt/ha) und bedeutet den bisher zweithöchsten Hektarertrag nach dem Krieg. Der bisherige Rekordertrag des Jahres 2014 (22,9 dt/ha) wurde nur knapp verfehlt. Das durch Hitze und Trockenheit bedingte äußerst schlechte Vorjahresergebnis (15,9 dt/ha) wurde um 42,8 Prozent übertroffen. Die seit 2014 zu beobachtende Zunahme der Anbaufläche setzte sich auch 2016 weiter fort, und zwar um 4,1 Prozent auf fast 15.900 ha. Aufgrund des Spitzenertrags und der höheren Anbaufläche wird die diesjährige Hopfenernte auf rund 36.100 t geschätzt. Dies ist die höchste Erntemenge seit 23 Jahren. Der mehrjährige Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre (29.200 t) wird damit um 23,6 Prozent überschritten. Im Vergleich zur sehr schlechten Vorjahresernte (24.300 t) bedeutet dies eine Steigerung um 11.800 t bzw. 48,7 Prozent.

Rund 52 Prozent der geschätzten Erntemenge entfallen auf Aromahopfen (18.800 t), etwa 48 Prozent auf Bitterhopfen (17.000 t). Die später reifenden Bitterhopfensorten wiesen 2016 mit 27,5 dt/ha im Schnitt einen deutlich höheren Ertrag auf als der Aromahopfen mit 21,7 dt/ha. Knapp sieben Zehntel der Hopfenernte entfielen auf die Bitterhopfensorte Herkules (12.100 t) sowie die beiden Aromahopfensorten Perle (6.300 t) und Hallertauer Tradition (6.200 t). Mit 30,5 dt/ha wies die Sorte Herkules den mit Abstand höchsten Hektarertrag auf.

Fast 86 Prozent der Hopfenanbaufläche Deutschlands liegen in Bayern. Mit 15.510 ha entfallen 97,6 Prozent der bayerischen Anbaufläche auf die Hallertau, die damit zugleich das größte geschlossene Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Entsprechend wurden dort mit 35.400 t auch 98 Prozent des bayerischen Hopfens erzeugt. Die restlichen 650 t entfallen im Wesentlichen auf das mittelfränkische Anbaugebiet Spalt. Für 100 Liter Bier werden im Durchschnitt etwa 120 g Hopfen benötigt.

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