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Pflanzenschutz

In der Steiermark kämpft der Mais gegen den Wurzelbohrer

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
26.07.2018

Der Maiswurzelbohrer ist seit der Jahrtausendwende eine riesige Herausforderung im steirischen Maisanbau.

Maiswurzelbohrer

Mittlerweile gilt die gesamte Steiermark als Befallsgebiet, wie Harald Fragner von Amt der Steiermärkischen Landesregierung auf einer Tagung des Deutschen Maiskomitees berichtete.

Zur Reduzierung der Larven des Maiswurzelbohrers sind seit dem Verbot der neonicotinoiden Beizung nur Insektizidgranulate auf Pyrethroid-Basis mit dem Wirkstoff Cypermethrin und insektenpathogene Nematoden zugelassen. Beide Präparate zeigten in Versuchen bei Starkbefall keine zuverlässige Wirkung auf die Larven. Aus den Larven entwickeln sich dann die Käfer, die in weiterer Folge an den Narbenfäden fressen und Befruchtungsstörungen verursachen.

Auflagen zur Fruchtfolge finden sich in der steirischen Maiswurzelbohrer-Verordnung, die seit 2017 nur noch zwei Mal Mais in Folge innerhalb von drei Jahren auf derselben Fläche zulässt. 

Nun auch im Kürbis

Die Schäden im Mais durch den Maiswurzelbohrer sind aber nicht nur abhängig von der Fruchtfolge und der Käfer- bzw. Larvenbekämpfung, zumal sich der Maiswurzelbohrer inzwischen auch im Kürbis wohlfühlt. Der Schädling frisst in den Kürbisfeldern Pollen und legt seine Eier dort ab, sodass die Tiere im darauf folgenden Mais beste Bedingungen vorfinden, so Fragner.

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