Login
Forschung

Der Trockentoleranz auf der Spur

Wüste Namibia
aiz
am
31.03.2017

Wageningen - Ein internationales Forscherteam hat das Genom der trockenheitstoleranter Auferstehungspflanze geknackt. Die Pflanze übersteht lange Dürreperioden.

Wissenschaftler haben das Genom der trockenheitstoleranten Pflanze Xerophyta viscosa sequenziert. Die "Auferstehungspflanze" ist in Afrika beheimatet und kann Dürreperioden für lange Zeiträume unbeschadet überstehen. "In Zeiten des Klimawandels und einer wachsenden Weltbevölkerung gewinnen Kulturpflanzen mit verbesserter Trockenheitstoleranz zunehmend an Bedeutung. Arten wie Xerophyta viscosa eignen sich deshalb ideal als Modellpflanze für dieses Wissenschaftsgebiet", sagte Forschungsleiter Henk Hilhorst von der Universität in Wageningen in den Niederlanden.

Gemeinsam mit Wissenschaftern aus Südafrika, den USA und Australien hat Hilhorst auch Veränderungen in der Genexpression während der Trockenheit untersucht, um Gene zu finden, die es der Pflanze ermöglichen, diese widrigen Umstände zu überleben. "Zu unserer Überraschung fanden wir keinen Zusammenhang zwischen Erbfaktoren, die bei Trockenheit angeschalten sind, und Genen, die für ihre Aktivität während der Dürreinduzierten Alterung bekannt sind", erklärte Maria-Cecília D. Costa, Wissenschafterin am Institut für Pflanzenpyhsiologie an der Universität in Wageningen. Allerdings entdeckte das Team eine Verbindung mit Erbfaktoren, die an der Saatgutreife beteiligt sind, wodurch Samen viele Jahre trockene Lagerung überleben können. "Das kann bedeuten, dass die Dürretoleranz von Xerophyta viscosa auf Gene von Vorfahren zurückgeht, mit denen die Samen das Trocknen überleben", erklärte Costa, Erstautorin der Studie, die in Nature Plants veröffentlicht wurde.

Auch interessant