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Deutschland

Über 2000 Hektar Raps vernichtet

Raps_Maucher
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
02.04.2019

Im November 2018 wurde bekannt, dass gentechnisch verunreinigtes Saatgut ausgesät wurde - die Bestände mussten umgebrochen werden. Deutschlandweit waren das rund 2150 Hektar.

Insgesamt 598 Einheiten einer gentechnisch verunreinigten Saatgutpartie sind 2018 in den deutschen Handel gelangt - als das bekannt wurde, war der Raps aber schon längst gesät. Das besagte Saatgut enthielt Spuren einer gentechnisch veränderten Rapslinie (GT73). Laut BVL konnten aber alle der bundesweit 84 betroffenen Betriebe ausfindig gemacht werden - darunter waren auch bayerische Landwirte. Die zuständigen Behörden des jeweiligen Bundeslandes haben veranlasst, dass die Rapsbestände auf den betroffenen Flächen bis Ende März und vor der Rapsblüte umgebrochen werden. Bundesweit führte dies zur Vernichtung von Rapsbeständen auf insgesamt etwa 2150 Hektar. Einige Felder waren schon frühzeitig umgebrochen worden, unter anderem aufgrund der Trockenheit im Spätsommer/Herbst 2018, so dass auf diesen Flächen noch Wintergetreide angebaut werden konnte.

Auf den umgebrochenen Fächen darf bis mindestens Juli 2019 kein Raps angebaut werden, die Mehrheit der Bundesländer hat eine Anbaupause für Raps bis Juli 2020 angeordnet. Nachkontrollen der Flächen sollen sicherstellen, dass auch später gekeimte Rapspflanzen erkannt und vernichtet werden.

In Frankreich erfolgte amtlichen Angaben zufolge auf mindestens 7400 Hektar die Aussaat von Saatgut, das mit GT73-Spuren verunreinigt war. Der Hersteller des Saatguts hat mitgeteilt, dass betroffene Landwirte entschädigt werden sollen.

Mit Material von BVL
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