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Gemeinsame Agrarpolitik

Verschärfung der Düngeverordnung - was geplant ist

Güllefass
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
06.02.2019

Die Bundesregierung sieht sich gezwungen, bei der DüV nachzubessern - aber was genau bedeutet das für die Praxis?

Bei der geplanten Änderung - das Wort Verschärfung trifft es besser - der Düngeverordnung geht es der Bundesregierung darum, ein zweites Vertragsverletzungsverfahren aus Brüssel abzuwenden. Kommt es so weit, drohen Strafzahlungen von 860.000 € - und zwar pro Tag.

Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite stehen die Landwirte, die noch mit den Auswirkungen der erst kürzlich erneuerten DüV zu kämpfen haben. Sie stellen sich die Frage, was denn jetzt noch zusätzlich auf sie zukommt. Bisher sind folgende Punkte bekannt:

  1. Vorgesehen ist zum einen, den bislang geforderten Nährstoffvergleich durch eine Aufzeichnungspflicht über die aufgebrachten Düngermengen zu ersetzen, um so die Einhaltung des ermittelten Düngerbedarfs besser zu kontrollieren.
  2. Zum anderen soll es zusätzliche Maßnahmen in nitratbelasteten Gebieten („rote Gebiete“) geben. Dazu zählen ein verpflichtender Zwischenfruchtanbau vor Sommerkulturen sowie ein Verbot der Herbstdüngung bei Wintergerste und Winterraps. Zudem sollen in den roten Gebieten die geltenden Sollwerte für die Düngebedarfsermittlung um 20 % niedriger liegen als anderenorts.

  3. Schließlich soll die Einhaltung der Stickstoffobergrenze von 170 kg/ha und Jahr für organische Düngemittel nicht mehr aufgrund von Durchschnittswerten, sondern schlagbezogen erfolgen.

Was der Bauernverband von den geplanten Änderungen hält, können Sie hier nachlesen: https://www.agrarheute.com/wochenblatt/politik/duengerecht-bauernverband-mahnt-verlaesslichkeit-551423

 

 

Mit Material von AgE
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