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Düngung

Wasserschutzbrot soll Nitrat senken

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaflichen Wochenblatt erschienen.

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Wasserschutzbrot
Für das Wasserschutzbrot wurde beim Weizen auf die Spätdüngung verzichtet, wie (v. l.) Projektleiterin Nicole Nefzger vom FiBL Deutschland e.V., die Landwirte Helmut und Claudia Geißler sowie Christian Guschker von der Regierung von Unterfranken erklärten. © Regina Vossenkaul
von , am
12.09.2017

Herbstadt/Lks. Rhön-Grabfeld - Man kann auch Brot mit geringerem Eiweißgehalt backen, sagt Christian Guschker, bei der Regierung von Unterfranken zuständig für die Aktion Grundwasserschutz.

Das hätten die ersten Bäcker, die sich an der Aktion „Wasserschutzbrot“ beteiligt haben, bereits bewiesen. Dieses besondere Brot soll es jetzt auch im Landkreis Rhön-Grabfeld geben. Bei einem Ortstermin erklärte das Landwirtsehepaar Claudia und Helmut Geißler, warum sie „Wasserschutzweizen“ angebaut haben.

Zu viel Nitrat im Grundwasser und das Überschreiten der EU-Grenzwerte von 50 mg/l Nitrat im Trinkwasser – das ist im regenarmen Unterfranken ein besonderes Problem. Auch das Haubachtal, Wassereinzugsgebiet des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte (WZV), ist betroffen. Abhilfe soll die Aktion „Wasserschutzbrot“, eine Initiative der Regierung von Unterfranken, bringen. Sie ergänzt das laufende Projekt „boden:ständig“, durch das Uferrandstreifen entstehen. Die teilnehmenden Landwirte verzichten auf die dritte Düngegabe, die dazu dient, den Eiweißgehalt im Korn zu erhöhen. Bäcker, die handwerklich arbeiten, gehen mit den Bauern und Mühlen eine Kooperation ein. Seit 2015 läuft das Projekt hauptsächlich im Raum Würzburg, Karlstadt und darüber hinaus und soll auf ganz Unterfranken ausgeweitet werden.

Das Projektmanagement liegt in den Händen von FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Frankfurt) mit Projektmanagerin Nicole Nefzger, die sich vor Ort gemeinsam mit Christian Guschker sowie dem Vorsitzenden des Wasserzweckverbands Gruppe Nord, Georg Rath, sowie Felix Schmidl und Michaela Stäblein vom Projekt boden:ständig vom erfolgreichen Anbau des Backweizens überzeugte. Informationen und Kontakt über www.aktiongrundwasserschutz.de oder unter Tel. 069-71376-99 oder -42 und per E-Mail: Nicole.Nefzger@fibl.org.

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