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Wein

Weinlese in Franken gestartet

pd
am
19.09.2016

Frickenhausen am Main, Lkr. Würzburg - Die Freunde des Frankenweins können sich heuer nach Einschätzung von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf einen „insgesamt guten Jahrgang freuen, der die eine oder andere Überraschung bereit hält“.

Fränkische Weintrauben

Wie der Minister beim offiziellen Start der Weinlese in Frickenhausen am Main mitteilte, deuten alle Anzeichen auf einen fruchtigen und harmonischen Jahrgang 2016 hin. Zu erwarten war das laut Brunner nach den Wetterkapriolen mit Frost im April, Sturm und Hagel im Mai und Regen im Juni zunächst nicht. Erschwerend kam sogar noch ein außergewöhnlich starker Pilzbefall hinzu. Doch habe die Witterung der vergangenen Wochen mit den erhofften warm-sonnigen Tagen und kühlen Nächten für den nötigen Ausgleich gesorgt, der Reifezustand der Trauben sei ausgesprochen gut. Deshalb ist der Minister optimistisch: „Wenn das Wetter auch in den kommenden Wochen mitspielt, dann wird es auch heuer wieder Spitzenweine geben.“ Ersten Schätzungen zufolge liegt der durchschnittliche Ernteertrag bei rund 85 Hektolitern pro Hektar. Das entspricht einer Gesamtmenge von 510.000 Hektolitern, was im langjährigen Durchschnitt liegt.

In Franken wird auf rund 6.000 Hektar Wein angebaut. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 1,1 Hektar. Nur ein Fünftel der 4.100 fränkischen Winzer bauen den Wein aus den erzeugten Trauben selbst aus. Die restlichen Betriebe sind reine Traubenerzeuger, die ihr Lesegut an die Fränkischen Winzergenossenschaften liefern. Der Freistaat ist für die fränkischen Winzer laut Brunner ein verlässlicher Partner. Allein in diesem Jahr hat das Landwirtschaftsministerium die Umstrukturierung der Rebflächen sowie Investitionen der Weinbauern mit 2,4 Millionen Euro gefördert. Zudem gab es in den vergangenen beiden Jahren 800.000 Euro Zuschüsse für den Bau von Aussichtspunkten und touristische Infrastrukturmaßnahmen.  

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