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Schadensbegrenzung

Wildschweinschäden - 10 Maßnahmen zur Vorbeuge

Wildschwein Schaden
Dr. Karl-Heinz Neuner Arbeitskreis der Berater der Düngerindustrie/LAD Bayern
am
04.01.2018

Es gibt leider kein Wundermittel gegen Schwarzwildschäden in der Feldflur, aber über mehrere Maßnahmen lässt sich das Ausmaß verringern.

Alle Methoden haben ihre Stärken und Schwächen. Die folgenden Vorschläge zur Verhütung von Schwarzwildschäden sollten deshalb für die eigene Situation überprüft, angepasst und möglicherweise miteinander kombiniert werden, um eine möglichst effektive Lösung für betroffene Flächen zu finden:

  1. Erster Schritt ist die Anbauplanung; In Waldnähe sollte eigentlich kein Mais angebaut werden.
  2. Anlage von Schussschneisen in größeren, zusammenhängenden Anbauflächen, vor allem bei Mais.
  3. Fachgerechtes Einzäunen mit einem Elektrozaun.
  4. Duftmarken, z. B. durch Menschen- oder Hundehaare in ziemlich engen Abständen.
  5. Einsatz chemischer und biologischer Mittel, z. B. Hukinol, Hagopur Wildschwein-Stopp.
  6. Anlage eines langgezogenen Schweinegüllebandes entlang der Waldränder, keine Rindergülle.
  7. Optische, z. B. Vogelscheuchen, und akustische Vorrichtungen, z. B. Radio oder Schussapparat.
  8. Einsatz von Mineral- und Kalkdüngern, die elementaren Schwefel enthalten.
  9. Kirrungen, Ablenkfütterungen und Wildäsungsflächen, allerdings im Wald.
  10. Gezielte Bejagung, während der Vegetationsperiode nur an der Waldkante und in der freien Flur, aber nicht im Wald. Gut organisierte Drückjagden, bestenfalls revierübergreifend.
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