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Angebaute Kulturen

Winterrapsanbau bleibt auf einem stabilen Niveau

Winterraps
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
14.11.2017

Mit 1,283 Millionen Hektar wurde im August/September dieses Jahres in Deutschland 1,9 Prozent weniger Winterraps ausgesät, bezogen auf die Erntefläche 2017.

Das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) beauftragte Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group schätzt die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2018 auf 1,283 Millionen Hektar. Basis dieser Flächenschätzung ist eine Befragung von ca. 1.400 Raps-Landwirten, die im September/Oktober deutschlandweit durchgeführt wurde. Im Vergleich zur Erntefläche 2017 bedeutet dies einen Rückgang des Anbaus um rund 24.000 Hektar bzw. 1,9 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund ungünstiger Witterung bereits ca. 3.900 Hektar umgebrochen werden, sodass aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,279 Millionen Hektar auszugehen ist.

Das bedeutendste Bundesland für den deutschen Rapsanbau bleibt weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einer Aussaatfläche von 204.500 Hektar. Allerdings ist die Rapsfläche gegenüber dem Vorjahr mit -21.300 Hektar (bzw. -9,4 Prozent) deutlich gesunken. Wesentlicher Grund für diesen Anbaurückgang war die ungünstige Witterung zum Aussaattermin, die zu eingeschränkter Bestellung mangels Befahrbarkeit der Flächen führte.

Landwirte in Schleswig-Holstein waren von dieser Problematik ebenfalls massiv betroffen. Die Aussaatfläche liegt hier mit 80.600 Hektar sogar -17,4 Prozent (-17.000 Hektar) unter dem Niveau des Vorjahres. Auch in Niedersachsen (-8.000 Hektar, -6,6 Prozent) wurde deutlich weniger Raps ausgesät, wobei auch hier regional die ungünstige Witterung als Ursache anzusehen ist.

In weiteren wichtigen Anbauregionen bleibt die Anbaufläche weitestgehend stabil: Die Aussaatfläche in Sachsen-Anhalt liegt bei 161.800 Hektar (+2,2 Prozent, +3.500 Hektar), in Brandenburg bei 131.200 Hektar (+2,2 Prozent; +2.800 Hektar) und in Sachsen bei 129.400 Hektar (+0,2 Prozent; +300 Hektar). Insgesamt repräsentieren die ostdeutschen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche.

it 129.300 Hektar Aussaatfläche folgt Bayern (+9,4 Prozent; +11.100 Hektar) im Ranking der Bundesländer vor Thüringen mit 119.200 Hektar (+1,1 Prozent; +1.300 Hektar). Niedersachsen weist mit 113.800 Hektar (-6,6 Prozent; -8.000 Hektar) ebenfalls eine Aussaatfläche über 100.000 Hektar auf.

Wie bereits in den Vorjahren zeigt sich, dass die Fruchtfolgeplanung den mit Abstand größten Einfluss auf die Ausdehnung und Reduzierung der Winterrapsfläche hat. 57 Prozent der Rapslandwirte haben die Winterrapsfläche ihres Betriebes aufgrund entsprechender Anbauplanungen vergrößert. Insgesamt 55 Prozent der Rapslandwirte haben aus diesem Grund reduziert.

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