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Pflanzenwachstum

Witterungs-Wechselbad lässt Ernte schrumpfen

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
13.07.2018

Ein kaltes, feuchtes Frühjahr und heiße, trockene Wochen im April haben den Pflanzen zugesetzt.

Pflanzenwachstum

In Bayern rollen die Mähdrescher – und das meist wesentlich früher als gewohnt. Und in den Kornspeichern wird bei vielen Bauern in diesem Jahr auch deutlich weniger landen. Denn vielerorts waren die Niederschlagsmengen viel zu gering und die Temperaturen zu hoch. Besonders extrem war die Situation im April – und damit in dem für Natur und Landwirtschaft so wichtigen Wachstumsmonat. In Bayern fielen nur 40 Prozent der üblichen Niederschläge. Gleichzeitig war es der heißeste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Die Situation wirkt sich so gravierend aus, weil sich die Pflanzen wegen des kalten Jahresbeginns zunächst nur sehr langsam entwickelt haben. Wegen der feuchten Bedingungen in den ersten Monaten des Jahres haben die Pflanzen in diesem Jahr außerdem nur ein schwach ausgebildetes Wurzelwerk. In den heißen und trockenen Phasen konnten die Pflanzen deshalb nicht mit ausreichend Wasser versorgt werden. Erst die Schauer und Unwetter sowie das schwüle Wetter im Mai und Juni haben die Pflanzen wachsen lassen – zumindest im Landkreis Erding (siehe Grafik). Gerade in Teilen Frankens sowie in der Oberpfalz und in Niederbayern blieb der Regen aber oft aus.

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