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Seuchen

545.000 Tiere wegen Vogelgrippe gekeult

pd
am
24.02.2017

Berlin - In Deutschland sind seit Anfang November 2016 bis Ende Januar 2017 rund 391.000 Tiere in Nutztierbeständen aufgrund nachgewiesener Geflügelpest getötet worden. Des Weiteren wurden im selben Zeitraum seit dem Auftreten der Vogelgrippe rund 154.000 Tiere vorsorglich gekeult.

Legehühner

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11153) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/10917) hervor. Die Angaben beruhen auf Erhebungen der Bundesländer. Der H5N8-Virus wurde erstmals im Jahr 2010 in Vögeln auf Geflügelmärkten in China nachgewiesen. Vermutlich stammt der Virus aus der dortigen Geflügelproduktion und ist aus dem seit 1996 bekannten H5N1-Virus hervorgegangen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Zugvögel den Virus eingeschleppt haben, allerdings sei ein entsprechender Nachweis bisher nicht erbracht worden.

Das Bundesland Schleswig-Holstein veröffentlichte diese Woche Zahlen, wonach bundesweit seit Ausbruch der Tierseuche im November 2016 insgesamt 836 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln und 75 Geflügelpestausbrüche bei gehaltenen Vögeln (Geflügelhaltungen, Zoos und Tierparks) gemeldet wurden. Geflügelpestnachweise erfolgten deutschlandweit bislang bei 47 Wildvogelarten. Außerdem gibt es auch in zahlreichen Ländern Europas, Asiens und Afrika Ausbrüche der Geflügelpest in vielen Hausgeflügelbeständen und in der Wildvogelpopulation. Mittlerweile sind 26 (vormals 23) europäische Staaten von H5N8-Ausbrüchen betroffen. Inzwischen liegen auch Meldungen aus Portugal (Graureiher an der Algarve), Mazedonien (Geflügel) und aus Belgien (Kleinhaltung) vor.

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