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Seuchen

Afrikanische Schweinepest: Schon 15 Fälle in Tschechien

Wildschwein
BLW
am
20.07.2017

Zlin - Die Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten Tschechiens nehmen zu. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris aktuell mitteilt, wurde das Virus bereits bei 15 verendeten Wildschwein im Bezirk Zlin nachgewiesen.

Ende Juni meldete die Tschechische Republik erste Fälle von ASP bei Wildschweinen im Osten des Landes. Außerdem nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen in Polen zu. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut das Risiko einer Einschleppung von ASP nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf.

Derzeit verfügbare Informationen über das ASP-Geschehen in Tschechien deuten auf eine mögliche Verbreitung durch den Menschen hin. Erhöhte Wachsamkeit ist nicht nur für Schweinehalter, Jäger und Tierärzte, sondern allgemein angezeigt. Tot aufgefundene Wildschweine sind den zuständigen Behörden zu melden, die eine Untersuchung sowie die unschädliche Beseitigung der Kadaver veranlassen. Höchste Priorität hat die Verhinderung eines Ausbruchs der ASP in Deutschland. Sollte es dennoch zur Einschleppung in die Wildschweinbestände in Deutschland kommen, so muss dies so früh wie möglich erkannt werden. Nur dann besteht die Möglichkeit der erfolgreichen Seuchenkontrolle.

Besonders wichtig ist der Schutz der Hausschweinbestände vor einer ASP-Infektion durch strenge Biosicherheitsmaßnahmen. Hausschweine sollten keinen Kontakt zu Wildschweinen haben; die Verfütterung von Speiseabfällen an Hausschweine ist verboten. Schweinehalter sind gesetzlich zur Einhaltung der Grundregeln der Biosicherheit verpflichtet.

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