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Wiederzulassung

Arbeiten am Brucker Schlachthof laufen auf Hochtouren

Brucker Schlachthof
Über dem Brucker Schlachthof haben sich dunkle Wolken zusammengebraut und schlagartig entladen. © Angi Kiener
von , am
05.12.2017

Die drei neuen Geschäftsführer der GmbH und Co. KG stellten kürzlich ihr Konzept für die Wiederzulassung des Betriebes bei der Regierung von Oberbayern vor.

Die drei neuen Geschäftsführer der GmbH und Co. KG, Landwirt und Metzger-Innungsobermeister Engelbert Jais (Luttenwang) sowie die Metzger Bernhard Huber (Jesenwang) und Hermann Eberle (Karlsfeld) stellten kürzlich ihr Konzept für die Wiederzulassung des Betriebes bei der Regierung von Oberbayern vor. Dieser soll künftig unter dem neuen Namen „Schlachthof Hasenheide“ laufen.

Das Konzept wurde bei einem laut Jais sehr konstruktiven Gespräch in der Regierung besprochen. Mit Markus Wagner habe man einen diplomierten Landwirt als Beauftragten für den Tierschutz gewinnen können, der im Betrieb fest angestellt wird. Zurzeit laufen zudem die Umbaumaßnahmen auf Hochtouren, am Samstag sollen sie voraussichtlich abgeschlossen sein.

Es wird eine gänzlich neue, größere Tötebox installiert. Die Rinder und Schweine werden künftig separiert, sprich an verschiedenen Tagen aufgetrieben. Vor dem Schlachten werden die Schweine vereinzelt und nur jeweils ein Tier in die Box verbracht – früher waren es drei Tiere. Im neuen Stallkonzept können die Rinder einen Rundweg durchlaufen, das Tier soll selbstständig in die Tötebox gehen und dort angekommen den Metzger nicht sehen.

Jais betonte gegenüber dem Wochenblatt, dass er auch im Sinne der Direktvermarkter eine baldmögliche Wiedereröffnung des Schlachthofs Hasenheide anstrebt. „Ich schlachte lieber einen Tag mehr, aber es werden nicht alle an einem Tag anliefern können“, sagte Jais.

Für diese Woche ist ein Ortstermin mit der Regierung von Oberbayern, dem Landratsamt und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geplant. „Nach einem positiven Bescheid, sprich einer Abnahme, soll es einen Probelauf geben; und dann könnte der normale Betrieb hoffentlich bald wieder anlaufen“, hofft Jais. Natürlich müsse sich die komplett neue Schlachthof-Mannschaft erst einarbeiten, aber: „Ich werde penibel darauf schauen, dass kein Schlachtstress entsteht“, sagt Jais.

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