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Afrikanische Schweinepest

"Einen ASP-Ausbruch würden viele Betriebe nicht verkraften"

Wildschweine
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
16.01.2018

Die Auswirkungen eines ASP-Ausbruchs sind kaum vorstellbar, darum ist Vorbeugung das Gebot der Stunde, wie DBV-Vizepräsident Werner Schwarz erklärt.

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"Für uns haben vorbeugende Maßnahmen angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Vorrückens der gefährlichen Tierseuche, gegen die es noch keine Impfung gibt, derzeit oberste Priorität. Wir fordern ein bundeseinheitliches Vorgehen in der Seuchenprävention", betonte DBV-Vizepräsident Werner Schwarz in Berlin. "Die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen eines ASP-Ausbruchs sind kaum vorstellbar. Bereits das Auftreten im Wildschweinbestand würde bedeuten, dass kein Schweinefleisch mehr in Länder außerhalb der EU exportiert werden kann. Diese Restriktionen würden somit zu einem dramatischen Preisverfall am deutschen Schweinemarkt führen. Für unsere Schweinehalter könnten die Verluste geschätzte 2 bis 3 Mrd. Euro pro Jahr bedeuten. Mit Folgekosten für die vor- und nachgelagerten Bereiche und für die eigentliche Seuchenbekämpfung würden Einbußen in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen. Dies würden viele Betriebe nicht verkraften", erklärte Schwarz.

Einschleppung verhindern

Übertragen wird die Afrikanische Schweinepest durch direkten Tierkontakt, aber auch durch Speiseabfälle oder über kontaminierte Gegenstände wie Fahrzeuge, Geräte oder Kleidung. Deshalb bergen Tourismus und grenzüberschreitendes Transportwesen ein hohes Gefährdungspotenzial. Weggeworfene Essensreste können von Wildschweinen aufgenommen werden, so dass sich die Seuche schnell über große Strecken verbreiten könnte.

"Für die deutsche Schweinehaltung ist der Export in Drittländer sehr wichtig, da diese vor allem Teile vom Schwein nachfragen, die unsere Konsumenten nicht verzehren, wie Pfoten, Ohren und Schweinespeck. 2016 wurden rund 800.000 t Schweinefleisch- und Nebenprodukte in Drittstaaten exportiert", so Schwarz. Präventionsmaßnahmen wären beispielsweise wildsichere Müllbehälter an allen Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie Rastplätzen, die regelmäßig geleert werden.

Für den Erfolg der vorbeugenden Maßnahmen sei entscheidend, den hohen Wildschweinbestand jetzt konsequent und nachhaltig zu verringern. Schwarz appellierte auch an Reisende, Erwerbstätige und LKW-Fahrer, die aus mit der Schweinepest befallenen Ländern Osteuropas kommen, keine Wurst- und Fleischwaren mitzubringen.

Der DBV hat zur ASP-Vorbeugung ein Maßnahmenpaket erstellt, es ist unter http://www.bauernverband.de/asp-forderungen abrufbar.

Mit Material von aiz
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