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Tierschauen auf dem ZLF

Bayerische Stärke

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
23.09.2016

München - Das haben die Züchter wirklich nicht verdient. Regen, Regen, nichts als Regen und eine Landestierschau vor nur spärlich gefüllten Zuschauerrängen.

Max Riesberg

Vor allem die Auftaktveranstaltungen zum ZLF hat es eiskalt erwischt. Derweil hatte man auf einen goldenen Herbst gehofft. Aber ändern kann man am Wetter ohnehin nichts und so haben alle Beteiligten das Beste daraus gemacht.

Höchsten Respekt vor den vielen Züchtern aus dem gesamten Freistaat, die nicht nur am jeweiligen Schautag selbst, unter schwierigen Bedingungen, Routine im Umgang mit ihren Tieren bewiesen haben. Sie haben schon im Vorfeld des Stell-dich-ein der Besten mit viel Fleiß und Schweiß Zuchtarbeit mit Weitblick geleistet. Die Teilnahme an einer solch hochkarätigen Landestierschau ist eigentlich schon Auszeichnung genug. Daher brauchen diejenigen, die nicht ganz vorne auf dem Siegertreppchen gelandet sind auch nicht enttäuscht sein. Und auch das Erleben des Miteinanders innerhalb des Bauernstandes tut wieder einmal gut.

Hoffentlich wird am Samstag bei der großen Siegerehrung für die erfolgreichsten Züchter und Jungzüchter durch Ilse Aigner, die BBV-Spitze und politische Würdenträger dann endlich die Sonne strahlen und auch möglichst viele Berufskollegen und ZLF-Besucher aus Nah und Fern den Beschickern mit viel Applaus ihre Anerkennung zollen.

Der Landesvater Horst Seehofer hat sich indes im Vorfeld schon entschuldigen lassen. Terminliche Überschneidungen hieß es da. Das gab es doch noch nie!? Erst Recht nicht seit der Ära Franz-Josef Strauß, der es wie kein anderer verstand, sich im Ring mit den prämierten und vor Kraft strotzenden Zuchtbullen und Kaltbluthengsten in Pose zu setzen. Und gerade jetzt wäre es so wichtig Farbe zu bekennen, zur Landwirtschaft und speziell zur viel gescholtenen Tierhaltung. Ein Zeichen von Stärke wäre das und Balsam für die geplagten Erzeugerseelen zudem.

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