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Haflinger

Bayerns schönste Blondinen

Zweijährig-Reserve-Kopf18 -¦Merima-¦ SturmJ (3)
tö/OHD
am
09.08.2018

Am 21. Juli fand die erste Schau des Südens in Babenhausen statt. Eingeladen hatte der Verein Original Haflingerpferde Deutschland. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und soll künftig alle zwei bis drei Jahre stattfinden.

Zweijährig-Siegerin-Kopf15 -¦Batari-¦ Karlsbad (15)
Der Verein Original Haflingerpferde Deutschland (OHD) lud im Juli zur Premiere der „Schau des Südens“ ein. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Eine wunderbare Kollektion von 47 reingezogenen Haflingerstuten durfte sich auf dem perfekt vorbereiteten Rasenplatz des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins Babenhausen präsentieren. Als Richter waren Romed Posch, selbst passionierter Haflingerzüchter und Funktionär beim Haflingerpferdezuchtverband Tirol, und Joachim Völksen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Pony- und Kleinpferdezüchter, im Einsatz.
Vier-Siebenjährig-Siegerin-Kopf35 -¦Novia-¦ Stadler (3)
Das Richten begann mit einer besonders starken Gruppe von 13 Jährlingsstuten im Freilauf und auf dem Schrittring. Bereits diese erste Klasse ließ die Züchterherzen höher schlagen durch ihre hohe Qualität über alle Bewertungskriterien hinweg. Für sich entscheiden konnte diese Klasse die sehr weit entwickelte, charmante Noemi (v. liz. Stilton) aus der Navita (v. liz. Notting Hill) gezogen und im Besitz von Wolfgang Greiner aus Dinkelscherben. Den zweiten Platz bei den einjährigen Stuten sicherte sich die großgewachsene Nova (v. Wegas/liz. Anthony) von Robert und Dagmar Meier aus Schrozberg.

Batari zeigt sich typvoll und gangstark

Achtjährig-Reserve-Kopf47 -¦Naomi-¦ Obermeyer (4)
Im Feld der zweijährigen Jungstuten konnte die äußerst typvolle und gangstarke Batari (v. liz. Blickfang/liz. Alpenstern) souverän den Klassensieg mit nach Hause nehmen. Keine Unbekannte ist dieses Juwel vom Haflingerhof Karlsbad. Sie hatte doch bereits als Fohlen als strahlende Siegerin beim Süddeutschen Fohlenchampionat geglänzt. Der Reservesieg ging ebenfalls nach Baden-Württemberg an die bewegungsstarke, in Tirol gezogene Merima (v. liz. Stilton/liz. Alpenstein) im Besitz von Jürgen Sturm aus Niederstetten.

Nina begeistert
in allen Kriterien

Einjährig-Reserve-Kopf12 -Nova-MeierR (4)
Großes Lob der Richter erntete die Klassensiegerin der Dreijährigen, die Stute Nina (v. liz. Walzertraum/liz. Serpico, Z. u. B.: Familie Meier, Schrozberg). In restlos allen Kriterien begeisterte diese perfekt vorbereitete und vorgestellte Stute. Der zweite Platz ging an die bewegungsstärkste Stute der Gruppe, Lausanne (v. liz. Almquell/liz. Belarex) von Helmut Goßner aus Günzburg.
Einjährig-Sieg-Kopf13-¦Noemi-¦ Greiner (24)
Nach der Mittagspause musste die Veranstaltung aufgrund starker Regenschauer in die Reithalle verlegt werden. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Dreijährig-Reserve-Kopf22 -¦Lausanne-¦ GossnerH (5)
Novia siegte überragend bei den vier- bis siebenjährigen Stuten. Die liz.-Nikora-liz.-Stainz-Tochter aus dem Züchterstall von Karl Stadler in Ziemetshausen konnte mit ihrem nahezu perfekten Körper und ihrem eleganten, typvollen Auftreten begeistern. Den Reservesieg teilten sich die typvolle Ladina (v. liz. Almquell/Belarex) von Helmut Goßner aus Günzburg und die charmante Luna-Marie (v. Noville M/Smudo, Z.u.B.: Johann Demleitner, Kochel), die von Tobias Schwarz vorgestellt wurde. Ladina hatte seinerzeit bereits beim Süddeutschen Fohlenchampionat ihre Qualität unter Beweis gestellt. Hier war sie 2. Reserve geworden.
Vier-Siebenjährig-Reserve-Kopf34 -¦Luna-Marie-¦ Demleitner (6)
Die 2012 geborene Luna-Marie war auf ihrer Landesschau Dritte geworden. Sie hat ihre züchterische Leistung bereits unter Beweis gestellt. Ihr Fohlen von Alpin Danzante war letztes Jahr beim oberbayerischen Fohlenchampionat auf den zweiten Platz gekommen.
Dreijährig-Sieg-Kopf23 -¦Nina-¦ MeierR (32)
In die letzte Runde ging es mit den achtjährigen und älteren Stuten, wo die schwungvoll trabende, typvolle Nivona (v. liz. Stainz/liz. Abendstern) die Nase vorn hatte. Die zehnjährige Stute von Karl Stadler aus Ziemetshausen, die seinerzeit Landessiegerin war, ist die Mutter des gekörten Bent- ley (v. Bellissimo W-Q) und ebenfalls die Mutter der Klassensiegerin der vier- bis siebenjährigen Stuten Novia.
Vier-Siebenjährig-Reserve-Kopf28 -¦Ladina-¦ Gossner (2)
Auf dem zweiten Platz rangierte mit viel Gang und einer feinen Halsung ausgestattet die älteste Stute der Veranstaltung, die bereits 18-jährige Naomi (v. liz. Amadeus/Winterstein, Z.: Karl Stadler) von Stefanie Obermeyer aus Leutershausen. Naomi ist eine Tochter von Karl Stadlers Linie der Novelle/Nina. Das ist eine sehr bedeutende Stutenlinie: Es gibt über 70 eingetragene Stuten, die auf die Linie der Nina zurückgehen. „Mich begeistert an der Linie die feine Art der Stuten und ihre Leistungsbereitschaft und Rittigkeit“, meint Steffi Obermeyer.

Nina und Novia sind die schönsten Stuten

Achtjährig-Sieg-Kopf42 -¦Nivona-¦ StadlerK (24)
Im Anschluss ging es noch mal für alle Klassensiegerinnen und Reservesiegerinnen auf den Ring, um die beiden schönsten Stuten der Schau zu küren. Als Gesamtreservesiegerin konnte sich die hochmoderne Novia von Karl Stadler aus Ziemetshausen durchsetzen. Eine langbeinige, bewegungsstarke Stute mit wunderschöner Körperharmonie und ganz viel Typ und Adel.
Wer sich bei diesen wunderschönen Blonden an die Spitze setzen kann, ließ sich bereits nach der Besprechung der Stute in ihrer Klasse erahnen. Eine Augenweide mit ganz viel weiblichem Charme, schwungvoll und elastisch im Gang und mit einem feinen, korrekten Fundament ausgestattet, das seinesgleichen sucht. Joachim Völksen geriet regelrecht ins Schwärmen, als er Nina, Gesamtsiegerin der 1. OHD Schau des Südens, besprechen durfte.

Das sind excellente Familiensammlungen

Ein beeindruckendes Abschlussbild bot sich den Zuschauern und Richtern mit der Vorstellung von vier exzellenten Familiensammlungen, die einem die Wahl nicht leicht machten. Die Reservesiegerfamilie stellte Helmut Goßner mit seiner Leander (v. liz. Belarex) und deren beiden Töchtern Lausanne und Ladina, beide nach dem Hengst liz. Almquell. Die 2007 geborene Leander hat schon in jungen Jahren zahlreiche Titel gesammelt und war selbst erfolgreich u. a. als 2. Reservesiegerin in Meura, als Landesreservesiegerin der Zweijährigen in Mooskorb und als Gruppensiegerin bei der OHD-Schau 2011 in Karlsbad. Ihre Mutter, die 1997 geborene Lavendel (v. Winterstein) hat mit dem 2002 geborenen Nordcup (v. Nordtirol) und seinem Bruder bereits zwei gekörte Söhne.

Deutlich erkennbarer Zuchtfortschritt

Als Siegerfamilie aus dem Wettbewerb ging die Familie der Nivona von Karl Stadler hervor. Nivona präsentierte sich zusammen mit ihren beiden Töchtern Novia (v. liz. Nikora) und der fünfjährigen Nirvana (v. liz. Walzertraum). Ein Bild wie man es sich in einer Familiensammlung wünscht, geprägt von einer tollen Qualität über die Generationen und einem deutlich erkennbaren Zuchtfortschritt.
Diesen eben genannten Zuchtfortschritt lobten die Richter auch im Bezug auf die ganze Ausstellung. Eine tolle, qualitätsvolle Grundlage bei den Altstuten und ein deutlich erkennbarer Zuchtfortschritt vor allem in Bezug auf die Modernität bei den Jungstuten. Ebenfalls erwähnenswert und erfreulich ist, dass ausnahmslos alle auf den vorderen Plätzen rangierten Stuten aus enorm starken, gut durchgezogenen Stutenstämmen kommen. Ein Denken in Generationen ist in der Zucht einfach unerlässlich und ein gravierender Erfolgsfaktor.

Die Besucher waren sich einig, dass die Schau des Südens eine gelungene Veranstaltung war. Da ist es erfreulich, dass Helmut Goßner verrät. dass man künftig alle zwei bis drei Jahre eine Wiederholung plant.

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