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Risikobewertung

Blauzungenkrankheit kann wieder aufflammen

pd
am
23.12.2015

Riems - Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat aufgrund neuer Fälle der Blauzungenkrankheit in Südosteuropa und Frankreich ihre Risikobewertung zur Einschleppung der Krankheit auf den neuesten Stand gebracht.

Rinder auf der Weide
© Rainer Sturm/pixelio.de

Zuletzt wurde der Virus vom Serotyp 4 auch in Österreich nachgewiesen. Seit September wurden in Frankreich 90 Ausbrüche mit dem Serotyp 8 gemeldet. Für beide Typen besteht nach FLI ein Eintragsrisiko nach Deutschland.

Auf Grund der schnellen Ausbreitung des Virus in Südosteuropa wird das Eintragsrisiko für die Ausbreitung durch lebende Vektoren in der kommenden Gnitzen-Saison als wahrscheinlich bis hoch eingeschätzt. Das Eintragsrisiko über den Handel wird aufgrund der innergemeinschaftlichen Verbringung von Tieren aus betroffenen Gebieten in der Hochrisikoperiode als gering bis mäßig eingeschätzt.

Bei den Handlungsoptionen verweist das FLI neben den gesetzlich vorgegebenen Maßnahmen auf die Möglichkeit der Impfung. Ein Impfprogramm könne jedoch zu erheblichen Kosten führen und die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nur dann verhindern, wenn eine hohe Impfabdeckung erreicht werde. Durch die Anpassung der EG-Blauzungenbekämpfungs-DVO voraussichtlich Anfang 2016 und die FLI-Risikoanalyse wird die Impfung demnächst schneller ermöglicht.

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