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Zweites Standbein

Deutschlandweit gibt es ca. 6.000 Gehegehaltungen

Damwild
pd
am
03.05.2017

Seddiner See - Als landwirtschaftliche Marktnische bietet die Wildhaltung von Damwild, welches zu 90 % gehalten wird, aber auch Rot-, Muffel-, Sika- sowie Schwarzwild und seit einigen Jahren auch die Bisonzucht eine Alternative zur Mutterkuh- und Schafhaltung auf der Weide.

„Landwirte pflegen durch die extensive Weidewirtschaft schonend die Kulturlandschaft“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt am Samstag am Seddiner See bei der Tagung des Bundesverbades für landwirtschaftliche Wildhaltung. Als landwirtschaftliche Marktnische bietet die Wildhaltung von Damwild, welches zu 90 % gehalten wird, aber auch Rot-, Muffel-, Sika- sowie Schwarzwild und seit einigen Jahren auch die Bisonzucht eine Alternative zur Mutterkuh- und Schafhaltung in der Weidehaltung, mit einem geringem Aufwand und geringen Spezialkosten.

„Wildfleisch gilt beim Verbraucher als Delikatesse und der Trend geht weiter nach oben“, hob der Minister hervor. So wurden vom 01.04.2015 bis 31.03.2016 über 4000 t Rot- und Damwild verzehrt. Wild ist nicht nur schmackhaft, sondern auch ein ernährungsphysiologisch und ökologisch wertvolles Produkt. Wildtiere ernähren sich auch in der landwirtschaftlichen Wildhaltung, außer im Winter, ausschließlich vom Nahrungsangebot in der Natur. Außerdem machen kurze Wege zu den Bezugsquellen in der Region lange Lagerzeiten und Transportwege überflüssig. „Damit ist in Verbindung mit der Direktvermarktung oder Gastronomie, Wildfleisch, als saisonales Spitzenprodukt, ein unter naturnahen Bedingungen erzeugtes regionales Produkt, das dem Verbraucher in hoher Qualität zur Verfügung steht“, so Dr. Backhaus.

Wolf ist bei Freilandhaltung immer ein Thema

Ein weiteres Thema auf der Tagung war der Wolf. Der Minister wies auf ein Forschungsprojekt in Jasnitz sowie in der Ueckermünder Heide hin, dass das Raum-Zeit-Muster von Damwild und Wölfen im gemeinschaftlichen Lebensraum untersucht. Damit werden Wölfe und Damwild anhand von Peildaten parallel untersucht, Risse lokalisiert und diese hinsichtlich Präferenz der Wölfe bei Alter, Geschlecht und Kondition analysiert. „Für die Planungen zum weiteren Umgang mit dem Wolf, ist es wichtig sich mit dem Thema wissensbasiert auseinanderzusetzen“, sagte er abschließend.

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