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Preiskrise

Dramatische Situation bei den Schweinemästern

aiz
am
23.11.2015

Wien - Am Fleischmarkt kursieren historische Tiefpreise.

Die Märkte sind auf allen Stufen der Wertschöpfungskette mehr als gesättigt, und das quer durch den ganzen Binnenmarkt. Am Fleischmarkt kursieren historische Tiefpreise. Deutschland gibt mit einem Minus von 5 Cent einmal mehr die Richtung der Notierungen vor und praktisch alle Mitgliedsstaaten drehen die Preisschraube in gleichem Ausmaß nach unten. Der VEZG-Preis lag in der Kalenderwoche 47 bei 1,25 Euro/kg.

Fleischhändler bezeichnen das aktuelle internationale Preisdumping als "Gemetzel". Beispielsweise wird Schweineschopf ohne Knochen im Großhandel mit Preisen unter 2 Euro/kg vertrieben.

"Anzeichen auf Entspannung sind nach wie vor nicht wirklich sichtbar. Die Frage, wann endlich das Weihnachtsgeschäft beginnt, beschäftigt alle Marktteilnehmer", berichtet Johann Schlederer von der österreichischen Schweinebörse. Hinsichtlich der Neuauflage der Privaten Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch auf EU-Ebene scheine sich abzuzeichnen, "dass unsere Forderung nach einem raschen Start Anfang Dezember eher nicht in Erfüllung gehen wird, da beim jüngsten Agrarministerrat nur sechs Länder diese Forderung unterstützt hatten", so Schlederer. Wie berichtet, hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Öffnung der PLH ab dem 1. Jänner 2016 angekündigt. Im Dezember will er seinen Vorschlag dem Verwaltungsausschuss in Brüssel vorlegen. (Schluss)

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