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Fütterung

Efsa revidiert Höchstgehalte an Kupfer in der Tiernahrung

pd
am
10.08.2016

Brüssel - Die EFSA empfiehlt eine Verringerung des Kupferhöchstgehalts im Futter für Ferkel, Rinder und Milchkühe sowie eine Erhöhung in Futtermitteln für Ziegen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat Änderungen der Höchstgehalte von Kupfer in Futtermitteln für einige Tiergruppen vorgeschlagen. Sie empfiehlt eine Verringerung des Kupferhöchstgehalts im Futter für Ferkel, Rinder und Milchkühe sowie eine Erhöhung in Futtermitteln für Ziegen. Die vorgeschlagenen Konzentrationen würden zu einer Reduktion der in die Umwelt freigesetzten Mengen an Kupfer führen, was eine mögliche Rolle bei der Verringerung von Antibiotikaresistenzen spielen könnte.

Das Efsa-Gremium für Zusatzstoffe, Erzeugnisse und Stoffe in der Tierernährung (Feedap) empfiehlt, dass der Kupfergehalt in Alleinfutter für Ferkel 25 mg pro kg (zuvor 170 mg/kg) nicht überschreiten sollte. Der Kupferhöchstgehalt in Alleinfutter für Milchkühe und Rinder sollte von 35 mg/kg Futter auf 30 mg/kg reduziert werden, so das Gremium.

Für die meisten anderen Tiergruppen bleiben die derzeit zulässigen Höchstmengen unverändert, abgesehen von Ziegen, für die das Gremium eine Erhöhung empfiehlt.

Die empfohlenen Mengen werden als ausreichend angesehen, um den Nährstoffbedarf an Kupfer der besagten Tiergruppen zu decken.

Die Arbeit des Feedap-Gremiums beruht auf einer umfangreichen systematischen Literaturrecherche sowie Daten, die von Mitgliedstaaten und Interessengruppen erhoben wurden.

Das Gremium schätzt, dass die Kupferreduktion in Futtermitteln für Ferkel die Freisetzung von Kupfer in die Umwelt durch Dung um 20% reduzieren wird.

Darüber hinaus wies das Gremium in dem wissenschaftlichen Gutachten darauf hin, dass die Verringerung des Kupfergehalts in Futtermitteln dazu beitragen könnte, Antibiotikaresistenzen bei Schweinen und in der Umwelt zu reduzieren. Dies wird anhand von Studien begründet, die – als eine von mehreren Hypothesen – nahelegen, dass das Auftreten von Antibiotikaresistenzen möglicherweise mit der genetischen Nähe einiger Antibiotika- und Kupferresistenzgene im Zusammenhang stehen könnte. 

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